15.12.2019 09:00 |

Feierliche Eröffnung

Kitzbühel: Die neue „Fleck“ krönt eine Ära!

Die Bergbahn Kitzbühel eröffnete am Samstag den „Ferrari unter den Gondelbahnen“. Das 27,5-Millionen-Euro-Projekt bestand gleich einmal souverän den ersten Sturmtest. Ein sichtlich gerührter Vorstandschef Josef Burger rundet mit der neuen Bahn sein Lebenswerk ab.

Für den Skifahrer ist es eine 10er-Gondelbahn, die technisch alle „Stückerln“ spielt. Die mit sieben Meter pro Sekunde die schnellste im Alpenraum ist, die den höchsten derzeit am Markt befindlichen Fahrgastkomfort bietet, die trotz 70 km/h Wind noch fahren kann . . .

. . . doch für den Antreiber hinter dem größten Projekt, das die Bergbahn Kitzbühel je stemmte, ist es noch weit mehr. Für Vorstandschef Josef Burger sind es Emotionen, die man nur verstehen kann, wenn man weiß, dass dieses Meisterstück den Abschluss einer Erfolgsära bildet, den es im Wirtschaftsleben nur selten gibt. In einer zehnjährigen Qualitätsoffensive verwirklichte man unter seiner Führung 110 Einzelprojekte um insgesamt 225 Millionen Euro, errang zahllose Skigebiets-Auszeichnungen, setzte Meilensteine beim Komfort und bei der Qualität.

Die Stimme stockte . . .
Und so stand Burger gestern vor 300 geladenen Festgästen, Wegbegleitern, Technikern und langjährigen Partnern, zu denen auch die „Krone“ zählt. Da stockte nicht selten die Stimme, als er das gesamte (!) Management der Seilbahnfirma Leitner und viele andere begrüßte, die sich 235 Tage lang abgerackert hatten, damit die neue „Fleck“ pünktlich starten konnte. „Wir alle sind eine Leistungsgemeinschaft, die auch in Zukunft noch Großes schaffen kann“, sagte Burger am Rednerpult mit Tränen in den Augen. Die Zukunft, das waren auch die fahnenschwingenden Nachwuchs-Skiläufer, die auf der Rolltreppe der Talstation das festliche Bild abrundeten.

Martin Leitner vom gleichnamigen Seilbahnkonzern erinnerte an 18 gemeinsam umgesetzte Seilbahnen in Kitzbühel – „dank Deiner Visionen, lieber Sepp“.

Stürmische Eröffnung
Passenderweise wurden die Vorzüge des Prunkstücks bei der Eröffnung vor Augen geführt. „Wir hatten am Berg Böen mit bis zu 60 km/h. Die alte Bahn wäre heute wohl gestanden“, sinnierte Betriebsleiter Hans-Peter Schwaiger. So aber konnte die Schar der Festgäste in 9,7 Minuten (bisher 13,5) auf den Berg schweben. „Der freudigste Moment in meiner 43-jährigen Berufslaufbahn“, strahlte Burger.

Andreas Moser, Kronen Zeitung

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