13.12.2019 19:10 |

Was wird aus ihnen?

Polizeipferde starten Social-Media-Offensive

Das Schicksal der Polizeipferde ist nach dem Aus der Reiterstaffel weiterhin ungewiss. Zwölf Pferde waren es, die ihre Ausbildung auf dem Gelände der Theresianischen Militärakademie erhielten. Die beiden Wallache aus Ungarn werden in unser Nachbarland zurückgebracht, was aus den verbleibenden zehn Tieren wird, steht noch nicht fest. Vor einer Woche tauchte nun eine Facebook-Seite auf, die Einblicke in das Leben und das Training der Polizeipferde, die wohl niemals auf Streife gehen werden, zeigt (siehe Video oben). Wer hinter der Social-Media-Offensive steckt, ist unklar ...

„Dorian“, „Ludwig“, „Captain Morgan“, „Sam“, „A-Rock“, „Santo“, „Joker“, „Betyar“, „Utod“, „Quantity“ und „Quality“ heißen die zehn Pferde, die eigentlich nach dem Ende ihrer Ausbildung auf Streife hätten gehen sollen. Doch das Innenministerium stoppte das einstige Vorzeigeprojekt von Ex-Minister Herbert Kickl (FPÖ) - aus Kostengründen. Was soll nun aus den Tiere werden, die ja mit Steuergeld angekauft und in deren Ausbildung bereits einiges an Zeit und Ressourcen verwendet wurde?

Übernimmt Bundesheer die Pferde?
Eine Option, die unter Insidern diskutiert wird, ist eine Wiederaufnahme der Reitausbildung für die Schüler der neuen Bundeshandelsakademie für Führung und Sicherheit an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt, kurz auch Sicherheitsschule genannt. Dann könnte eventuell das Bundesheer die Pferde übernehmen, die dann in ihrer gewohnten Umgebung weiter im Staatsdienst verbleiben könnten.

Doch natürlich ist unklar, ob das Verteidigungsministerium derartige Kosten auf sich nehmen will. Eine weitere Variante ist der Verkauf der Tiere an Privatleute. Da es sich hier aber um Staatseigentum handelt, dürfte auch das nicht ohne einige Bürokratie vonstattengehen.

Videos zeigen Training der Polizeipferde
Wie intensiv die Tiere bereits trainiert wurden, zeigt nun eine vor einer Woche online gegangene Facebook-Seite unter dem Namen „Polizeipferdenews“ mit dazugehörigem YouTube-Kanal. Videos und Fotos zeigen die Pferde und ihre Polizeireiter bei der täglichen Arbeit.

So wurde etwa mit Rauch und lauter Musik geübt, und auch die Schussfestigkeit der Pferde wurde trainiert.

Wer hinter der Social-Media-Offensive steckt, ist unklar. Doch sie könnte vielleicht helfen, dass „Captain Morgan“, „Sam“ und ihre Kollegen am Ende ein gutes Zuhause finden.

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