13.12.2019 07:00 |

Von AK kommt Kritik

Tirol: Firmen-Streit um Weihnachtsfeier eskaliert

Kein Weihnachtsfrieden in der Abfallbehandlung Ahrental GmbH. Die für Freitag geplante Weihnachtsfeier für die Belegschaft wurde kurzerhand abgesagt. Eine schlechte Geschäftslage, aber auch ein Konflikt mit dem Betriebsrat sollen dazu geführt haben. Die Arbeiterkammer (AK) schlägt Alarm, der Chef wehrt sich.

Einmal im Jahr zusammensitzen, feiern, sich über den Arbeitsalltag hinaus kennenlernen - dazu werden Weihnachtsfeiern genutzt. Bei der Abfallbehandlung Ahrental GmbH (AAG) in Innsbruck-Vill fällt diese Gelegenheit heuer aus. In einer Mitteilung wurden dafür von der Geschäftsleitung der Firma - eine Tochter der Abfallverbände Tirol Mitte und der Innsbrucker Kommunalbetriebe - zwei Ursachen genannt. Dass für heuer erwartete negative Betriebsergebnis sei ein Grund.

Ein Rechtsstreit mit dem Betriebsrat
Doch eine ebenfalls genannte Ursache für das Streichen der Weihnachtsfeier hat es besonders in sich und beschäftigt nun die AK. Von erheblichen Kosten für Rechtsberatung ist die Rede. Rechtsberatung, die offenbar wegen eines Konflikts mit dem Betriebsrat in Anspruch genommen wurde. Streitpunkte: eine umstrittene Versetzung des Betriebsratsvorsitzenden und Videoüberwachung, die ohne Zustimmung des Betriebsrates installiert worden sein soll.

„Das Unternehmen versucht ganz klar, dem Betriebsrat zumindest ein Mitverschulden am Aus für die Weihnachtsfeier zu geben“, schäumt AK-Präsident Erwin Zangerl. Verantwortung werde hier einfach auf die Mitarbeiter abgewälzt und diese zusätzlich mit einem in Aussicht gestellten negativen Betriebsergebnis verunsichert. Zangerl: „Das ist unprofessionell und unverantwortlich.“

„Doch Geschenke für die Mitarbeiter“
AAG-Geschäftsführer Otto Reichholf will das nicht so stehen lassen. Er räumt Konflikte mit dem Betriebsrat ein, verwehrt sich aber gegen den Vorwurf, dass auch die Geschenke für Mitarbeiter gestrichen wurden. „Das ist unrichtig.“ Als Ersatz für die Feier sei ein Fest im Jänner vereinbart. Als Zeichen des Neustarts, wie es heißt. Das Verhältnis mit dem Betriebsrat dürfte aber nachhaltig erschüttert sein.

Claudia Thurner
Claudia Thurner
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