4 Burschen vor Gericht

Haare anzünden als „Abreibung“

Ja, das war ausgesprochen blöd. Und unmenschlich. Das wissen die Jugendlichen jetzt auch - aber es brauchte ein Gerichtsverfahren in St. Pölten dazu. Sie hatten versucht, einen schlafenden Betrunkenen anzuzünden! Und das auch noch gefilmt! Passiert ist zum Glück nichts - die Haare des Opfers waren zu kurz und zu nass.

Die Täter: alkoholisiert. Das Opfer: betrunken. Zeltfest halt in Traisen. Die Burschen wollten dem Mann zuerst helfen, doch in seinem Rausch sei er „grantig“ geworden und hätte sie beschimpft. Da wurden sie auch grantig - und wollten ihm eine „Abreibung verpassen“. Warum man auf die Idee mit dem Haareanzünden gekommen ist, das weiß man in der Runde heute nicht mehr so genau. Aber eines wissen sie: „Wir haben aufgehört, weils eh nicht funktioniert hat und weil wir draufgekommen sind, dass es eigentlich falsch ist.“

Diese Bestätigung bekamen sie mittels Urteile: Für zwei der Burschen gibt es bedingte Haft von 6 bzw. 10 Monaten, die anderen beiden müssen 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Aufgeflogen sind sie, weil sie das Video auf „Snapchat“ stellten

G. Gödel, Kronen Zeitung

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