13.11.2019 15:33 |

OECD empiehlt Reformen

Wirtschaft gut, aber Pensionsalter zu niedrig

Jeder Zweite, der heute in Österreich lebt, wird statistisch über 90 Jahre alt, sagen die Experten der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Daher müsse man über eine Anhebung des Pensionsalters diskutieren, dieses am besten an die Lebenserwartung koppeln. Wirtschaftlich sieht man uns auf einem guten Kurs, die Steuerpolitik soll „klimagerechter“ werden.

Jemand, der 90 Jahre alt wird, könne nicht mit 60 in Pension gehen. Zwar sei das Antrittsalter auch in Österreich in den vergangenen zehn Jahren angestiegen (bei Frauen auf 61, bei Männern auf 63 ohne Einrechnung der Invaliditätspensionen), im OECD-Schnitt gehen Männer aber mit über 65 und Frauen mit über 63 Jahren in Pension. Davon sind wir noch weit entfernt. In Japan z.B. wird bereits über ein Anheben auf 75 diskutiert, dort haben Frauen jetzt schon eine durchschnittliche Lebenserwartung von 87.

Steuern auf Arbeit in der Kritik
Der Länderbericht der OECD hält fest, dass unsere öffentlichen Finanzen in Ordnung seien und es der Wirtschaft gut gehe. Man müsste nur den Steuermix ändern, um die Klimaziele zu erfüllen. Die OECD kritisiert die hohen Steuern auf Arbeit und schlägt vor, stattdessen Umwelt- und Vermögenssteuern einzuführen.

Viele Migranten „überqualifiziert“
Österreich hat mit mehr als 20 Prozent einen hohen Anteil an Migranten in der arbeitenden Bevölkerung (Deutschland 18 Prozent, Dänemark oder die Niederlande unter 15 Prozent). Das spricht für eine funktionierende Integration. Es wird aber festgehalten, dass viele Migranten „überqualifiziert“ seien, weil sie wegen Sprachproblemen oder fehlender Anerkennung ihrer Vorkenntnisse keinen besseren Job bekamen.

Kronen Zeitung

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