28.10.2019 16:30 |

Daten durchgesickert

Großes Datenleck bei Adobe trifft 7,5 Mio. Nutzer

Beim US-Softwarekonzern Adobe sind durch ein Datenleck Informationen zu 7,5 Millionen Creative-Cloud-Abonnenten ins Netz durchgesickert. Hochsensible Infos wie Zahlungsdaten waren zwar nicht darunter, mit den öffentlich gewordenen Daten könnten Cyberkriminelle aber Betrugskampagnen gegen Adobe-Kunden starten.

Wie das IT-Portal „The Next Web“ unter Berufung auf den IT-Sicherheitsspezialisten Comparitech berichtet, hatte Adobe eine eigentlich interne Datenbank nicht ausreichend abgesichert, wodurch diese auch ohne Passwortabfrage von externen Nutzern verwendet werden konnte. Auf diesem Weg sollen Infos zu 7,5 Millionen Abonnenten der Adobe Creative Cloud abgegriffen worden sein.

Leck wurde schnellstmöglich abgedichtet
Adobe beteuert, das Datenleck nach Bekanntwerden sofort abgedichtet zu haben. Da sollen allerdings bereits Millionen E-Mail-Adressen und Infos zu den Konten in die falschen Hände gelangt sein. Sensible Daten wie Kreditkartennummern sickerten zwar nicht durch, mit den Daten könnten Kriminelle aber effektive Betrugskampagnen gegen Adobe-Kunden starten - und sich dabei beispielsweise als Kundendienst ausgeben.

Es ist nicht das erste größere Datenleck bei Adobe. Bereits im Herbst 2013 machte das Unternehmen mit einem ähnlichen Vorfall Negativschlagzeilen. Damals waren 38 Millionen User betroffen, rund drei Millionen verschlüsselte Kreditkarteninfos und Logindaten sickerten damals ins Web.

Adobe hat 15 Millionen Creative-Cloud-User
Insgesamt hat Adobe bei seiner Creative Cloud - das Software-Abo gibt Nutzern Zugriff auf Profi-Werkzeuge wie Photoshop, Premiere Pro, InDesign, Audition, Lightroom oder After Effects - rund 15 Millionen Abonnenten. Verkaufte man die Programme früher einzeln, hat man in den letzten Jahren den Vertrieb als Abo intensiviert, was dem Unternehmen stete Einkünfte garantiert. Eine Business-Strategie, die beispielsweise auch der Software-Riese Microsoft forciert, der mit seinem Office 365 ebenfalls ein Software-Abo im Angebot hat.

Adobe-Kunden, die für ein Creative-Cloud-Abo bezahlen, sollten nach dem Datenleck besonderes Misstrauen an den Tag legen, wenn sie von einem angeblichen Mitarbeiter des US-Konzerns kontaktiert werden. Verraten Sie Ihm unter keinen Umständen per E-Mail oder am Telefon sensible Daten wie Passwörter oder Kreditkartennummern!

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