23.10.2019 22:37 |

Birkensiedlung

Gemeinderat zieht Schlussstrich bei Obus-Posse

Mit seinem Beschluss zog der Gemeinderat der Stadt Salzburg am Mittwoch einen Schlussstrich unter die Causa Birkensiedlung. In den vergangenen Wochen mobilisierten Anrainer der Siedlung und zogen Gemeinderäte auf ihre Seite - vergeblich: Die neue Haltestelle wird wie geplant gebaut, die Birkensiedlung wird nur noch von jedem zweiten Obus der Linie 5 angefahren. Verbesserungsmöglichkeiten sollen aber weiter geprüft werden.

Mit einem Monat Verspätung fällte der Salzburger Gemeinderat am Mittwoch den Beschluss: Die Stadt beteiligt sich wie vereinbart an den Kosten für die neue Haltestelle Weidenstraße, die im Zuge der Obus-Verlängerung bis Grödig vom Land Salzburg errichtet wird. Das Land fing im September mit dem Bau der neuen Haltestellen an und ließ sich von den Differenzen der Stadt nicht beeinflussen. „Wir wollen rechtzeitig zur Fahrplanumstellung im Dezember fertig sein“, betonte Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP).

Die Entscheidung der Stadt hätte eigentlich schon früher gefällt werden sollen, da sind allerdings die Bewohner der Birkensiedlung dazwischen gegrätscht. Ihre Kritik: Sie wurden übergangen, hätten keine Informationen erhalten und würden wesentlich benachteiligt. Denn künftig wird die Station in der Birkensiedlung nur noch von jedem zweiten 5er-Obus angefahren, an Sonn- und Feiertagen sowie in der Nacht gar nicht mehr. Stattdessen müssen die Bewohner auf die neue Haltestelle Weidenstraße, die 180 Meter weiter an der Berchtesgadner Straße liegt, ausweichen – ein Umweg und ein Sicherheitsrisiko, bemängeln die Anrainer, da sie dafür die Straße überqueren müssen.

Spät aber doch kam die Kritik bei den Gemeinderäten an: In den vergangenen Wochen ließ die Stadt Alternativen wie den Umbau der bestehenden Haltestelle prüfen, verwarf sie allerdings aus Kostengründen. Am Mittwoch beschloss die Stadt schließlich, bei der ursprünglichen Planung zu bleiben. Den Anrainern wurde allerdings zugesichert: Verbesserungsmöglichkeiten, etwa beim Fahrplan, werden weiterhin geprüft.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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