08.10.2019 06:00 |

Blutbad in Kitzbühel

Bürgermeister besuchte Eltern des Mordverdächtigen

Im nasskalten Kitzbühel war die Fassungslosigkeit nach dem Fünffachmord vom Sonntag am Montag noch überall zu spüren. Schwarze Fahnen am Sportpark, beim Roten Kreuz oder am Rathaus zeigen die öffentliche Anteilnahme nach dem Tod von fünf Gemeindebürgern. Der Bürgermeister besuchte mittlerweile auch die Eltern des mutmaßlichen Mörders Andreas E.

„Kitzbühel ist wie ein Dorf. Fast jeder kennt zumindest eine der betroffenen Familien, und es berührt jeden“, sagte Bürgermeister Klaus Winkler. Fast im Halbstundentakt muss er die richtigen Worte für die unerklärliche Tat finden.

„An die normale Arbeit ist derzeit nicht zu denken“
Denn der Medienandrang ist groß wie sonst nur zu einem erfreulichen Ereignis – dem Hahnenkamm-Rennen. „Medien aus ganz Süddeutschland waren schon da, an die normale Arbeit ist derzeit nicht zu denken“, verrät Stadt-Pressesprecher Felix Obermoser.

Bürgermeister Winkler muss sich nun Gedanken zu etwaigen Gedenkenfeiern und den Begräbnissen machen. Weil die ganze Familie H. ausgelöscht wurde, ist ein Sohn des getöteten 59-jährigen Rupert H. aus einer früheren Beziehung der verbliebene Ansprechpartner. Geklärt werden muss unter anderem, ob öffentlich oder im kleineren Kreis Trauerfeiern stattfinden.

Bürgermeister spendet beiden Familien Trost
Das Mitgefühl der Kitzbüheler gehört neben den Opfer-Angehörigen auch der Familie des mutmaßlichen Täters. Die Mutter ist eine vielfach im Ski- und Tennissport engagierte Frau, auch der Vater von Andreas E. ist im Stadtleben bestens integriert. Winkler besuchte die Familie am Montag - „um ihnen zu versichern, dass wir alle hinter ihnen stehen“.

Kronen Zeitung

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