Auf der Wurzeralm

Gerissener Hydraulikschlauch war Grund für Panne

600 Wanderer saßen am Samstagnachmittag auf der Wurzeralm fest. Ein Zug der Standseilbahn mit 60 Passagieren war aufgrund eines Defektes im Tunnel steckengeblieben. Weil die Bahn ausfiel, mussten die Wanderer, die am Berg auf die Talfahrt warteten, teilweise mit Kleinbussen ins Tal transportiert werden.

„Heute um 9.30 Uhr konnte der Betrieb wieder reibungslos aufgenommen werden“, berichtete Helmut Holzinger, Chef der Hinterstoder-Wurzeralm-Bergbahnen, am Sonntag. Der Hydraulikschlauch eines leer bergauf fahrenden Zuges war gerissen. Da beide Züge durch ein Seil angetrieben werden, blieb der talwärts fahrende Waggon in einem Tunnel stehen. Der defekte Hydraulik-Schlauch wurde in der Nacht sofort repariert. „Die Standseilbahn wird regelmäßig einer Revision unterzogen, aber so ein Defekt kann passieren. Gefahr für die Passagiere hat keine bestanden.“ Die Ausflügler aus der Standseilbahn konnten beim Tunnel gefahrlos aussteigen und wurden mit Kleinbussen über Forststraßen sicher ins Tal gebracht.

Zwölf Kleinbusse im Einsatz
Betroffen waren aber auch 600 Wanderer und Bergsteiger auf der Wurzeralm, die auf die Talfahrt warteten. Auch deren Rücktransport wurde von den Bergbahnen organisiert. „Wir haben uns sofort mit allen Taxiunternehmen, Skiclubs und der Bergrettung in der Region in Verbindung gesetzt. Insgesamt waren zwölf Kleinbusse im Einsatz, diese sind mehrmals ins Tal gefahren. Einige Besucher auf der Wurzeralm, die mit Bergschuhen gut ausgerüstet waren, sind auch gleich zu Fuß ins Tal gewandert.“

Ab 2020 zwei neue Züge
Übrigens: ab dem Sommerbetrieb 2020 werden zwei neue, moderne Züge auf der Wurzeralm eingesetzt. Vier Millionen Euro werden damit in die Erneuerung der Wurzeralm Bergbahn investiert. Helmut Holzinger: „Die Züge sind bereits in Auftrag gegeben, die behördlichen Genehmigungen sind alle da.“ Bei der Gestaltung der Bahn durften die Besucher mitentscheiden. Die zur Auswahl stehenden Designs waren an der Bergstation ausgestellt, jeder konnte abstimmen.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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Samstag, 04. Juli 2020
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