31.08.2019 13:04 |

Bereits 557 Einsätze

Salzburger Bergrettung steht vor dem Einsatzrekord

Die Salzburger Bergrettung ist heuer viel beschäftigt. Ein neuer Einsatzrekord naht. Auf steigende Risikolust sei dieser jedoch nicht zurückzuführen, sagen die Bergretter. Es sei ein Trend zum Berg zu beobachten. Nicht alle Bergfexe würden jedoch die richtigen Vorkehrungen treffen, um eine Tour auch unbeschadet zu überstehen.

Erst vergangene Woche musste die Bergrettung erneut ausrücken. Ein deutscher Wanderer (65) war in der Unkener Eibl-Klamm unterwegs. Er galt galt seit Donnerstag als vermisst. Die Bergretter konnten den Mann am Freitag nur mehr tot bergen. Nicht alle Einsätze enden so wie am Freitag mit einer Totbergung. Dennoch sind es laut Bergrettung meistens ausländische Wanderer, die verunglücken.

„Rettungsorganisation mehr für die Touristen“
„Wir sind heute mehr eine Rettungsorganisation für Touristen“, so die Sprecherin der Bergrettung Maria Riedler. Von jener Bergrettung, die früher als Einsatzorganisation für in Not geratene Einheimische gegründet wurde, sei heute nicht mehr viel übrig, so Riedler.

557 Mal musste die Salzburger Bergrettung in diesem Jahr ausrücken. Im ganzen Jahr 2018 waren es „nur“ 748 Rettungsaktionen. Die Bergretter stehen damit schon jetzt vor einem Einsatzrekord. Der traditionell besonders starke Monat August ist jedoch noch gar nicht ganz zu Ende.

Werden die Menschen risikofreudiger? „Nein“, sagt Riedler. Vor allem der massive Schneefall des heurigen Frühjahres hätte eine Vielzahl an Einsätzen beschert. Dass ausländische Wanderer und Bergsportler vermehrt nicht ausreichend planen würden trage ebenfalls dazu bei. „Oft kommt es vor, dass die Leute nichteinmal wissen, auf welchen Berg sie gehen“, sagt Riedler. In solchen Fällen fehle oft sogar ihr und ihren Kollegen von der Bergrettung das Verständnis.

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
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