Zettel in der Tasche

Polster: „Doppelpack“ sah den Cup-Triumph vorher

Irgendwie ahnte er es schon die ganze Woche lang und stellte deshalb bei jeder Trainingseinheit seine Kicker vom Elferpunkt auf eine Nervenprobe. „Mir gingen alle möglichen Szenarien durch den Kopf, und wir waren auf alles top vorbereitet“, meint Wr. Viktoria-Coach Toni Polster.

Der mit seinem Neo-Ostligisten sensationell Hartberg um Trainer-Freund Markus Schopp in der ersten Cup-Runde mit 7:5 nach dem Elfmeterschießen in der „Gruam“ in Brigittenau rauskickte. „Ich hatte schon vor Spielbeginn meine Liste mit den Schützen in der Tasche. Dass es aber mit dieser Dramatik endet, ist unser kleines Fußball-Märchen“, beschrieb Österreichs Rekord-Torschütze (44 Treffer) seine Gefühlslage.

Nach der Sensation und den Feierlichkeiten in der Kabine zollte er auch Markus Schopp, der gemeinsam mit Polster bei der WM 1998 in Frankreich auf dem Platz stand, Respekt. „Ein fairer Verlierer. Die Pleite hatte ihm schon etwas zugesetzt, aber unsere Freundschaft wird das verkraften“, scherzte Polster.

Ehefrau fieberte mit
Während auch Frau Birgit ihrem „Doppelpack“-Toni (diesen Namen verpassten die Deutschen Polster, der in seiner Spielzeit bei Köln und Gladbach am liebsten mit zwei Treffern glänzte) auf den Zuschauer-Rängen fest die Daumen drückte.

Und mitansehen konnte, wie Ex-Austria-Goalie Arnberger den entscheidenden Elfer von Hartbergs Cancola, der ebenfalls eine Veilchen-Vergangenheit hat, parierte. „Günther war ein hervorragender Rückhalt für uns und hat die Stürmer reihenweise verzweifeln lassen. Seine Leistung war teamreif“, lobte Polster.

Der 55-Jährige bleibt trotz „unglaublicher 120 Minuten gegen einen Bundesligisten“ demütig. „Das Spiel war wie ein 100-Meter-Lauf. Die Überraschung ist eine Momentaufnahme. Da blicken wir schon zur nächsten Herausforderung.“ Mit seiner Wr. Viktoria ist der Erfolgs-Coach nach fünf Jahren wieder zurück in Österreichs dritthöchster Spielklasse. „Das Team ist körperlich in einem super Zustand. Doch für große Ziele muss jedes Puzzle-Teil perfekt passen.“ Die Gegenwart heißt für die Polster-Elf mindestens bis zur nächsten Cup-Runde aber wieder Ostliga …

Lukas Schneider, Kronen Zeitung

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