13.07.2019 10:36 |

Beamter operiert

Tobender prügelt mit Gipshand auf Polizisten ein

Mit zwei teils schwer verletzten Polizisten hat ein Einsatz am Freitagabend im Wiener Bezirk Liesing geendet. Ein schwer alkoholisierter Mann war mit drei Security-Mitarbeitern zunächst in Streit geraten und hatte einem von ihnen zwei Faustschläge versetzt. Als die Beamten eintrafen und die Situation zu klären versuchten, sah der 54-jährige Verdächtige vollends Rot. Mit seiner Gipshand und mit Tritten attackierte er daraufhin die Polizisten, einer der beiden musste aufgrund seiner Verletzungen in der Folge im Krankenhaus operiert werden.

Entzündet haben dürfte sich der Streit des alkoholisierten österreichischen Staatsbürgers mit den Security-Beamten im Kaufpark Alterlaa in der Anton-Baumgartner-Straße an einem fehlenden Maulkorb eines Hundes, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Der eigentlich unbeteiligte, aber stark alkoholisierte 54-Jährige mischte sich in ein Gespräch mit dem Besitzers des Vierbeiners und der Sicherheitsleute ein, woraufhin der Streit aus dem Ruder lief. Nach zwei Faustschlägen, die der Verdächtige einem der Sicherheitsleute zufügte, wurde die Polizei alarmiert.

„Mann wurde zunehmend aggressiver“
„Beim Eintreffen der Beamten und beim Versuch, den Sachverhalt zu klären, wurde der Mann zunehmend aggressiver“, berichtete Polizeisprecherin Irina Steirer. Da sich der 54-Jährige nicht beruhigen ließ, wurde die Festnahme ausgesprochen.

Der Verdächtige wehrte sich dagegen aus Leibeskräften und ging auf die Beamten los. Mit seiner Gipshand habe er auf die Beamten eingeschlagen, hieß es, auch habe er versucht, sich durch Fußtritte der Festnahme zu entziehen. Den Beamten gelang es jedoch, den rabiaten Verdächtigen zu überwältigen, er wurde festgenommen.

Operation nötig
Der Einsatz sollte jedoch mit zwei teils schwer verletzten Beamten enden. Einer von ihnen musste im Anschluss sogar stationär im Krankenhaus aufgenommen werden, da ihm der Schleimbeutel im Ellbogen operativ entfernt werden musste, so Steirer. Überdies erlitt er eine Rissquetschwunde am Ellbogen. Auch ein weiterer Kollege musste vom Dienst abtreten. Er hatte Hautabschürfungen, Prellungen und eine Zerrung der Halswirbelsäule erlitten.

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