12.07.2019 11:00

Kein Heckmotor

Porsche 911 RSR: Noch mehr Hubraum statt Turbo

Während Porsche bei seinen Straßenautos zunehmend auf kleinen Hubraum und Turbo setzt, gehen die Zuffenhausener beim Rennwagen 911 RSR den umgekehrten Weg. Sie bleiben dem klassischen Antriebsprinzip treu: Statt Turbo gibt es einfach noch mehr Hubraum.

Der Einsatz eines Turboladers war aber zur Debatte gestanden: „Wir sind aber zu dem Schluss gekommen, dass wir mit einem Saugmotor dieselbe Performance wie aus einem Turbo gewinnen konnten“, sagt Pascal Zurlinden, Gesamtprojektleiter GT Werksmotorsport. „Ein Turbo hätte das Auto schwerer gemacht und uns mit neuen Systemen konfrontiert. Wozu also das Auto unnötig verkomplizieren?“

In der nun vorgestellten neuesten Auflage arbeitet vor der Hinterachse ein neuer, frei atmender 4194 ccm großer Boxermotor - der größte bisher in einem Elfer eingesetzte Sechszylinder. Seine Leistung wird mit „je nach Einstufung“ rund 515 PS angegeben. Er soll über einen breiteren Drehzahlbereich eine noch bessere Fahrbarkeit als das bewährte Vierliter-Aggregat des Vorgängers aufweisen. Die Kraft wird über ein gewichtsoptimiertes sequenzielles Sechsgang-Klauengetriebe an die Hinterräder übertragen.

Zusätzlich zum neuen Motor (der etwas weiter vorn platziert ist als beim 911 üblich) gibt es eine überarbeitete Aerodynamik, unter anderem in Form eines neuen Diffusors am Heck sowie neu positionierter Abgas-Endrohre. Zudem spart die neue Abgasführung Gewicht.

„Wir ruhen uns niemals auf Lorbeeren aus“, erklärt Pascal Zurlinden, Gesamtprojektleiter GT Werksmotorsport. „Wir haben alle Werks- und Kundeneinsätze des Porsche 911 RSR umfangreich analysiert. Dabei sind unseren Ingenieuren zahlreiche Bereiche mit Verbesserungspotenzial aufgefallen. Wir haben bei der Entwicklung unseres Autos für die nächste Homologationsperiode von drei Jahren vor allem bei den komplexen Themengebieten wie Fahrbarkeit, Effizienz, Standfestigkeit und Servicefreundlichkeit erhebliche Fortschritte erzielt. 95 Prozent des Autos sind neu. Lediglich Komponenten wie Scheinwerfer, Bremsanlage, Kupplung, Fahrersitz und Teile des Fahrwerks haben wir unverändert vom Vorgänger übernommen. Die bisherigen Tests verliefen ausgezeichnet. Wir freuen uns schon jetzt auf die ersten Renneinsätze in der FIA WEC Saison 2019/2020.“

Premiere hat der Rennwagen nun beim Goodwood Festival of Speed gefeiert, antreten wird der Bolide künftig unter anderem bei den 24 Stunden von Le Mans und der Langstrecken-WM.

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