Besonderer „Genuss“

Historisch! Video-Beweis ebnete den Weg ins Glück

Was für ein Auftakt! Österreichs U21 spielte gestern gegen EM-Mitfavorit Serbien stark. Hielt in Triest gegen Stürmerstar Jovic und Co. dicht. Und kam beim 1:0 sogar in einen besonderen „Genuss“: Denn beim Tor von Hannes Wolf wurde erstmals in der Geschichte eines ÖFB-Länderspiels der Videobeweis eingesetzt.

Die 37. Minute: Sascha Horvath schießt an die von ihm aus „lange“ Stange, den zurückspringenden Ball verwertet Wolf ins Tor. Abseits.

Abseits? Der Videobeweis kommt ins Spiel, dann zeigt Schiedsrichter Ekberg das „Schirm-Zeichen“ und in Richtung Anstoß: Tor!

Per Rad aus Graz
Österreichs Spieler, bereits davor durch Wolf und Schlager gefährlich, verwandeln sich zu einer Jubeltraube. Teamchef Gregoritsch herzt einen Schiri-Assistenten und ballt die Faust in Richtung der Fans. Darunter auch seine Freunde, die mit einem Bus aus Bad Tatzmannsdorf und per Rad aus Graz angereist waren.

Serbien? Vom selbst ernannten Titelaspiranten war wenig zu sehen. Die Offensive um Reals 60-Millionen-Mann Jovic kam im ÖFB-Abwehrzentrum um Danso und Posch sowie „Sechser“ Lienhart nicht durch. „Wir haben die Räume super zugemacht“, sagten Danso und Lienhart später unisono. „Das war Arbeit der gesamten Mannschaft, denn schon vorne sind wir gut draufgegangen.“

Das klappte top. Bis zur 50. Minute - denn da traf besagter Jovic per Kopf die Latte. Kein Schock. Denn postwendend spielte Horvath auf Schlager, der Mittelfeld-Turbo scheiterte erneut am Goalie. Wie nach 55 Minuten auch Honsak. Rot-Weiß-Rot war da.

Nicht kalt genug
Die 64. Minute, sie hätte die Vorentscheidung bringen müssen. Schlager taucht wieder vor dem Keeper auf, will auf den freistehenden Honsak querlegen, vertändelt aber. Bitter. Denn Österreich hätte schon Spannung aus der Partie nehmen können. Und so kam’s, dass Radonjic nach einer Querlage alleinstehend den Ball am Tor vorbeijagte.

Entscheidung fixiert
Dann ging’s Schlag auf Schlag. Erst sah Jovanovic - erneut nach Videobeweis - wegen Foul an Wolf Rot. Mit dem folgenden Freistoß schoss Horvath das 2:0 (78.) - der „Man of the match“ war mit dem 1996er-Jahrgang übrigens bei allen fünf erreichten Großturnieren mit. Das Tor? „Ein schönes Gefühl. Hätten wir vorher die Chancen genützt, wär’s nicht brenzlig geworden.“

„Oh, wie ist das schön“
Nachdem Ingolitsch auf der Linie gerettet hatte (83.), der Sieg zum Auftakt der EM-Premiere feststand, gab’s bei den Österreichern kein Halten mehr. Sangen alle mit den Fans „Ohhh, wie ist das schön!“

Christian Mayerhofer, Kronen Zeitung

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