Sa, 15. Juni 2019
25.05.2019 07:00

Judo-WM 2021

Bangen nach Strache-Aus: Zwei Millionen für nix?

Der Judoverband bangt nach dem Rücktritt von Sportminister Heinz-Christian Strache um die WM 2021 in Wien. Offen ist, was im Fall einer Rückgabe mit geleisteter Zahlung passiert.

Retten, was noch zu retten ist, heißt es im Österreichischen Judoverband, nachdem die Finanzierung der WM 2021 in Wien nach dem Regierungswechsel ins Wanken geraten ist. ÖJV-Präsident Hans Paul Kutschera bricht jetzt sogar seinen USA-Aufenthalt ab, will nächste Woche Gespräche mit dem Weltverbands-Präsidenten, dem Sportstadtrat und der neuen Sportministerin Juliane Bogner-Strauß führen. „Ich bin zwischen zwei politische Fronten geraten“, beklagt Kutschera.

Was war passiert? Ex-Sportminister Strache war für die WM trotz der Kosten Feuer und Flamme. Stolze sechs Millionen Gebühr will die IJF allein dafür, dass der Mega-Event in Österreich steigen kann. Dazu kommen eine Million Euro an Preisgeldern und fünf Millionen an Austragungskosten.

Ablehnung von der Stadt
Anders als Strache sträubte sich die Stadt Wien vor einer Millionensubvention: „Die Zahlen waren nicht ausgeklügelt“, heißt es aus dem Büro von Peter Hacker. „Wir haben mehrmals darauf hingewiesen und dann mitgeteilt, dass wir unter dem Gesichtspunkt die Veranstaltung nicht unterstützen werden.“ - Kritik, die Kutschera nicht stehen lässt: „Das Budget ist realistisch, die Umwegrentabilität riesig. Seit Jänner warte ich auf einen Termin im Rathaus.“

Pikant: Zwei Millionen Bundes-Steuergeld hat der ÖJV schon an die IJF überwiesen. Ob diese im Falle eines Rückzugs gänzlich zurückerstattet werden, steht in den Sternen.

Anja Richter, Kronen Zeitung

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