Schwergewichtsboxer

BMW R18: Dagegen ist Mike Tyson schwächlich

Motor
25.05.2019 01:03

Auf den ersten Blick könnte man meinen, BMW hat ein Classic Bike aus den 1930er-Jahren ausgegraben. Doch was die Münchner tatsächlich am Vorabend des Concorso d‘eleganza in den Park der Villa d‘Este gefahren haben, ist das Konzept eines wirklich mächtigen Cruisers, der nächstes Jahr in Serie geht. Ein unfassbar großer 1,8-Liter-Boxermotor mit Rädern: Die „BMW Concept R18“.

(Bild: kmm)

Dieses Bike wirkt wie aus der Zeit gefallen. Wo alles immer reglementierter wird, vernünftiger, leiser, elektrischer, baut BMW einen Gegenentwurf, der Blicke auf sich zieht. So etwas gibt es bisher nicht am Markt. „Uns war klar: Wenn wir einen Cruiser bauen, muss der sich grundlegend von anderen unterscheiden. Fette V2-Bikes gibt es schon genug“, sagt BMW-Motorrad-Design-ChefEdgar Heinrich, hier auf der R18 zu sehen.

Mit Boxermotor, Schleifenrahmen, freiliegender Kardanwelle und tropfenförmigem Tank mit schwarzer Lackierung und handgezogenen weißen Kontrastlinien interpretiert sie die typischen Designikonen früherer Klassiker. Man denkt sofort an Bikes wie die BMW R5 aus dem Jahr 1936.

(Bild: BMW)

Das Herzstück des BMW Motorrad Concept R18 bildet ein neuentwickelter, großer Zweizylinder Boxer-Motor mit 1800 ccm. Sein Erscheinungsbild erinnert bewusst an die Boxermotoren die bei BMW Motorrad bis Ende der 1960er-Jahre gebaut wurden - nur eben mit deutlich größerem Hubraum und moderner Luft-Öl-Kühlung. Der große Prototypen-Boxer ist bis ins Detail gestaltet: Motorblock und Getriebe aus glasperlengestrahltem Aluminium bieten den handpolierten Aluminiumteilen wie der Riemenabdeckung und den Ventildeckeln eine ideale Bühne.

Unterhalb des sehr klassischen Sitzes befindet sich integriert das Cantilever-Federbein. Der Solex-Doppelvergaser aus einem BMW 2002 lässt Fan-Herzen höher schlagen, wird im Serienbike aber logischerweise durch eine Einspritzanlage ersetzt. Die freiliegende verchromte Kardanwelle wird es allerdings schon ans Serienbike schaffen. Dort wird es jedoch nicht bei der totalen Reduziertheit bleiben, so muss der Bereich unter dem Sitz mit Abdeckungen versehen werden. Doch auch am Serienbike sollen keine Leitungen zu sehen sein.

In der zweiten Jahreshälfte 2020 soll es losgehen - womöglich zuerst am Hauptmarkt für dieses Motorrad: Nordamerika.

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(Bild: kmm)



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