Di, 25. Juni 2019
20.05.2019 14:23

Das wird stark!

Neuer BMW i8: Elektrisch oder echter Supersportler

Der aktuelle BMW i8 ist nicht, wofür ihn die meisten Leute halten. Weder ist er ein richtiger Sportwagen, weil er vor allem fahrdynamisch hinter seiner Hammer-Optik zurückbleibt, noch ist er ein Elektroauto (sondern ein Hybrid aus Elektromotor und Dreizylinder-Benziner). Im Jahr 2023 wird das i8-Zeichen aller Voraussicht nach von einem Fahrzeug getragen, das eines von beiden in voller Ausprägung ist. Sportlich auf jeden Fall.

Es ist wahrscheinlich genialer Kommunikation aus München zu verdanken, dass der wohl auffälligste Vertreter der BMW-Palette von vielen Leuten für ein Elektroauto gehalten wird. In dieses Bild passt, dass er in der Formel E als Pace Car eingesetzt wird, die bekanntlich ausschließlich von Elektro-Rennwagen ausgetragen wird.

Die anderen halten ihn für einen Sportwagen, weil ein Auto, das so aussieht, schließlich ein Sportwagen sein muss. Und seine Systemleistung von 362 PS klingt ja zumindest nicht völlig schwachbrüstig. Die wird allerdings hauptsächlich von einem rappelnden 231-PS-Dreizylinder geliefert, dem über die Stereo-Lautsprecher ein böser Sound spendiert wird. Dank haftbarerer Reifen liegt er mittlerweile besser auf der Straße als in seiner Anfangszeit (Markteinführung 2014), trotzdem neigt er eher zum Untersteuern und das Allrad-Management von Verbrenner und Elektro-Frontantrieb ist weit entfernt von der Präzision eines echten Allradantriebs.

Alles wird gut
Sicher sind zwei Dinge: Der BMW i8 wird einen Nachfolger bekommen und der wird einen anderen Charakter haben als der aktuelle. Zwei Varianten gelten derzeit als möglich.

Variante 1: Der BMW i8 wird ein vollwertiger Elektrosportwagen, der es mit Porsche Taycan, dessen Audi-Bruder und dem künftigen Tesla Roadster aufnehmen soll, der fast 1000 Kilometer Reichweite und einen 0-100-Sprintwert von zwei Sekunden verspricht. Dazu müsste BMW allerdings die geniale Carbon/Aluminium-Konstruktion opfern, trotz ihres Gewichtsvorteils. Warum? Das Chassis ist nicht darauf ausgelegt, größere Mengen an Batterien sinnvoll unterzubringen. Möglich wäre, dass die Elektro-Plattform des iNext adaptiert wird. Fraglich ist aber, ob eine SUV-Plattform gut geeignet ist, einen Sportwagen zu tragen. BMW fährt in der Formel E mit - ein E-Sportler ist das eigentlich Pflicht.

Variante 2: Auf Basis des aktuellen Chassis konstruiert BMW einen lupenreinen Hybrid-Supersportler, der dann in seiner Systemleistung den kommenden BMW M8 übertrifft - und der soll bis zu 650 PS bekommen. Für diese Variante sprechen Aussagen von Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich, der das i8-Chassis wegen seiner Steifigkeit und des geringen Gewichts als ideal für einen Supersportwagen bezeichnete. In einem Interview sagte Fröhlich: "Als Ingenieur will man einmal im Leben einen Supersportler konstruieren. Die Kombination aus kleinen, starken Elektromotoren und einem Hochleisungs-Verbrennungsmotor in einem Leichtbau-Chassis könnte in einem echtes Performance-Paket münden.

Variante 1 ist nach Informationen des Magazins AutoCar. Mein World-Car-Awards-Kollege Greg Cable erfuhr von einer „handfesten Verbindung“ des neuen i8 zur Formel E. Eine Entscheidung soll noch dieses Jahr fallen, der fertige Nachfolger wird für 2023 erwartet.

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl

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