15.05.2019 13:37 |

Acht Werke

Salzburg gibt jetzt Russland Kunst zurück

Das Salzburg Museum, in dessen Sammlung sich geschätzte 5.000 Objekte mit bedenklicher Herkunft befinden, wird heuer im Herbst acht antike Kulturgüter restituieren. Fünf Grabreliefs und drei Amphoren aus der hellenistischen Zeit sollen dem Archäologischen Museum in Temryuk in der Region Krasnodar im heutigen Russland zurückgegeben werden, teilte das Museum am Mittwoch mit.

Die Kunstobjekte sind während des Zweiten Weltkrieges 1943 von einem Offizier, der ausSalzburgstammte, aus dem sowjetischen Museum in Temryuk in seine Heimat geschickt worden. Obwohl bereits lange klar war, dass die Arbeiten nicht zur Kultur Salzburgs gehören, konnte die Provenienz erst jetzt endgültig geklärt werden.

Eine Herkunft aus der früheren Sowjetunion wurde zwar schon seit Jahrzehnten vermutet, aber erst im Rahmen des großen Ausstellungsprojektes „Anschluss, Krieg und Trümmer - Salzburg und sein Museum im Nationalsozialismus“ im Vorjahr konnten noch einmal alle Dokumente genau untersucht und die Kunstobjekte nicht zuletzt dank moderner Recherchemethoden eindeutig zugeordnet werden.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird heute, Mittwoch, bei seinem Besuch in Russland in Sotschi vorab symbolisch eine Urkunde an Präsident Wladimir Putin übergeben. Die Rückführung der Kunstobjekte ist für Herbst 2019 geplant.

Insgesamt befinden sich in den Lagern des Salzburgs Museums rund 5.000 Objekte, „die potenziell bedenklich sind“, sagte Susanne Rolinek, die sich im Museum um die Provenienzforschung kümmert. Bis alles aufgearbeitet ist, wird es noch dauern.

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