14.05.2019 08:00 |

In Salzburg-Lehen

Stadt nimmt Kurs auf billige Mieten

Wohnen um nur sieben Euro pro Quadratmeter – klingt für Salzburger Verhältnisse utopisch, schon bald könnte aber genau das in der Stadt Realität werden. Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) und die Gswb wollen bei einem Pilotprojekt im Stadtteil Lehen Wohnungen zu günstigen Mietpreisen zur Verfügung stellen.

Zwanzig bis dreißig Wohnungen zu einem Mietpreis von maximal sieben Euro pro Quadratmeter, das hat sich Bürgermeister Harald Preuner zum Ziel gesetzt. Als Standort hat er ein Stadtgrundstück in Lehen im Visier, das derzeit als Parkplatz genutzt wird. Jenes will er der Gswb zur Verfügung stellen, die darauf so günstig wie möglich Wohnungen errichten soll. Um welches Grundstück es sich konkret handelt, will die Gswb in dieser frühen Phase der Projektentwicklung jedoch nicht verraten.

Stadtpolitik entdeckt sozialen Wohnbau neu

Die SPÖ zeigt sich über Preuners Ankündigung, das Sieben-Euro-Wohnen so rasch wie möglich umsetzen zu wollen, erfreut. „Das Pilotprojekt in Lehen ist ein erster Schritt und ein absolut positives Signal. Jetzt können wir auch weitere Grundstücke prüfen“, sagt Planungsausschussvorsitzende SPÖ-Gemeinderätin Johanna Schnellinger.

Aktuell verzeichnet die Stadt rund 2700 Wohnungssuchende. Für die meisten sind die steigenden Mieten nicht stemmbar, wie eine Analyse der Arbeiterkammer belegt. Mit durchschnittlich 14,7 Euro pro Quadratmeter in der Stadt Salzburg haben die Mieten im Vorjahr einen neuen Höchststand erreicht.

Wohnungen für die, die sie wirklich brauchen


Bürgermeister Preuner hat genug von Wohnungssuchenden, die immer wieder Wohnungen ablehnen. Dieses Mal sollen jene zum Zug kommen, die wirklich dringend eine günstige Wohnung brauchen. „Wir wollen mit dem Projekt die Schwächsten unserer Gesellschaft bedienen. Dafür müssen die Baukosten so günstig wie möglich sein, eine Tiefgarage darf man da nicht erwarten“, sagt Preuner. Stadt und Gswb arbeiten derzeit an der Umsetzung. Sollte das Pilotprojekt gelingen, will Preuner weitere städtische Flächen prüfen lassen.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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