11.05.2019 06:00 |

„Big Bang Theory“

Die Nerds verabschieden sich jetzt mit einem Knall

In Tränen aufgelöst umklammert Kaley Cuoco, die Darstellerin der Penny im TV-Megahit „The Big Bang Theory“, Taschentücher und Jacke. Das Bild entstand nach der Leseprobe zur letzten Folge der Serie, Cuoco postete es auf Instragram und kommentierte: „Macht euch bereit für ein Finale, das mich wirklich sprachlos gemacht hat.“ Für die Hit-Sitcom ist nach zwölf Jahren und fast 300 Folgen mit dem Finale der 12. Staffel Schluss.

Zwölf Jahre lang fieberten die Fans mit, wenn die liebenswerten Nerds rund um Physiker Sheldon Cooper versuchten, mit Hilfe der hübschen Nachbarin Penny ihr Leben auf die Reihe zu kriegen.

Deutscher Sendetermin für Finale offen
Binnen kürzester Zeit hat sich die Sitcom zu einer der erfolgreichsten Serien aller Zeiten gemausert, den Einschaltquoten-Höhepunkt erreichte der US-Sender CBS in der siebten Staffel, als im Schnitt 20,4 Millionen Menschen pro Folge einschalteten. Danach ging es sanft bergab, momentan werden rund 14 Millionen Zuseher pro Folge verzeichnet - doch für die allerletzte, mit 60 Minuten überlange Episode am 16. Mai rechnet der TV-Sender mit einer Quoten-Explosion. Auf deutsch strahlt Pro7 seit Jänner die letzte Staffel aus, wann die allerletzte Folge hier zu sehen sein wird, ist noch nicht fixiert.

Die Darsteller mögen traurig sein, arm sind sie jedoch sicher nicht: Zu Spitzenzeiten verdienten die Hauptdarsteller Jim Parsons (Sheldon), Johnny Galecki (Leonard) und Kaley Cuoco (Penny) eine Million Dollar pro Folge, zuletzt ließen sie ihr Gehalt freiwillig auf 900.000 Dollar reduzieren, damit mehr für die Co-Stars Melissa Rauch (Bernadette) und Mayim Bialik (Amy) blieb.

Gemeinsam mit Simon Helberg (Howard) und Kunal Nayyar (Rajesh) bilden sie jene sieben Charaktere, die Produzent Chuck Lorre in der Erfolgsserie erwachsen werden lässt. Hochzeitsbuffet statt 3D-Schach, Kinderwagen statt Klingonen-Kostüm und Karriere-Fragen statt Roboter-Wettkämpfen. Den Schrägheits-Faktor, der die Show so liebenswert machte, hat „The Big Bang Theory“ weitgehend abgelegt.

Dennoch trauern viele Fans weltweit um ihre Lieblingshelden und sind gespannt, wie die Geschichte der Nerds ausgeht. Eines haben sie jedenfalls versprochen: „Wir verabschieden uns mit einem Knall!“

Auch Serien-Mastermind muss sich Zeit zum Trauern nehmen
Chuck Lorre weiß, was die Zuseher lieben: Er ist nicht nur der Erfinder von „Big Bang“, sondern auch von vielen weiteren TV-Superhits. „Roseanne“, „Mike & Molly“, „Grace“, „Cybill“, „Dharma & Greg“, „Mom“, „Two and a Half Men“ (dt.: „Mein cooler Onkel Charlie“) oder „Young Sheldon“ - für all diese TV-Serienhits zeichnet er verantwortlich.

Geschichten über eine US-amerikanische Unterschicht-Großfamilie, schüchterne Physik-Nerds oder einen reichen Frauenheld: Er schreckt vor unkonventionellen Ideen nicht zurück - und das Publikum gibt ihm Recht und liebt seine Figuren. Seit den 90er-Jahren prägt Lorre nun schon das amerikanische Fernsehen, obwohl er eigentlich nach Hollywood kam, um als Musiker durchzustarten. Seine Kompositionen landeten schließlich auch auf dem Bildschirm: Er schrieb die Titelsongs zur Kult-Animationsserie „Teenage Mutant Ninja Turtles“ sowie zu „Two and a Half Men“.

Obwohl seit Jahrzehnten mit großen TV-Sendern verbandelt, scherte Lorre kürzlich aus und schrieb eine Serie für den Streaming-Giganten Netflix. “The Kominsky Method„ handelt von zwei Freunden, die mit dem Älterwerden zu kämpfen haben. Wieder ein untypisches Thema, wieder ein Erfolg. Dabei hat natürlich nicht geschadet, dass die Hauptrollen Michael Douglas und Alan Arkin übernahmen, Legende Danny DeVito mimt einen Prostata-Arzt. In einem Interview meinte Lorre, er hätte die Arbeit für Netflix sehr genossen, weil er sich nicht mit dem üblichen Korsett aus Werbung und Zeitangaben beschäftigen musste und inhaltlich völlig freie Hand hatte.

An das Ende seines Hits “The Big Bang Theory„ denkt er nicht gerne, wie er bei den diesjährigen Golden Globes zugab: “Es wird bestimmt sehr sehr traurig werden. Es war ein unglaubliches Abenteuer. Ich werde mir Zeit zum Trauern nehmen müssen."

Jasmin Gaderer, Kronen Zeitung

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