Samstagsspiele

Sturm und Rapid trennen sich 1:1 – Sieg für Kärnten

Fußball
20.03.2010 20:14
Red Bull Salzburg ist der Sieger der Samstagsspiele in der tipp3-Bundesliga - ohne überhaupt im Einsatz gewesen zu sein. Nach dem 1:1 zwischen Sturm Graz und Rapid haben die "Bullen" vor dem Spiel gegen die Austria fünf bzw. acht Punkte Vorsprung auf die beiden Teams. Ein Sieg am Sonntag in Wien wäre wohl eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft. Jubel herrscht bei Austria Kärnten nach dem zweiten Saisonsieg zuhause gegen Ried (1:0). Mattersburg gewann gegen den LASK mit 2:1.

In einer mehr von Kampf als von Klasse geprägten Partie hatte Lavric Sturm Graz in der 67. Minute aus einem Hand-Elfmeter in Führung gebracht, Jelavic gelang in der 83. Minute per Kopf noch der Ausgleich für die Hütteldorfer, die damit auch nach der 25. Runde auf Platz zwei liegen.

Schon nach acht Sekunden ging ein Schuss von Lavric rund einen Meter am Tor vorbei, in der 5. Minute parierte Hedl einen Schuss von Jantscher erst im Nachfassen, und fünf Minuten später ging ein Schildenfeld-Kopfball über die Querlatte. Dann aber flaute das Tempo ab, Rapid bekam die Partie unter Kontrolle und hatte in der 24. Minute die beste Chance vor dem Seitenwechsel. Eine unfreiwillige Vorlage von Ehrenreich landete vor den Füßen von Solo-Spitze Jelavic, der allein vor Gratzei am Sturm-Keeper scheiterte.

Lavric trifft per Elfmeter
Damit war es mit den Höhepunkten der ersten Hälfte schon vorbei, und auch die zweiten 45 Minuten begannen mit wenig durchdachten Aktionen. Sturm erarbeitete sich eine leichte Feldüberlegenheit und forderte vorerst zweimal vergeblich Strafstoß, als Eder in der 55. Minute der Ball an die Hand sprang und Hölzl sieben Minuten später im Strafraum umfiel. In der 67. Minute jedoch entschloss sich Schiedsrichter Einwaller zur Elfmeter-Entscheidung, nachdem Boskovic den Ball mit dem Oberarm berührt hatte. Lavric ließ sich die Chance nicht entgehen und traf zum 1:0.

Die Rapidler, die zuvor nur in der 61. Minute bei einem Dober-Fehlschuss aus einem Freistoß gefährlich wurden, stellten danach auf zwei Angreifer um, Sturm hatte danach aber die Chancen auf die Entscheidung - so etwa in der 73. Minute, als Lavric bereits Hedl überspielt hatte, sein Schuss aber von Soma geklärt wurde. Zwei Minuten später ging ein Kopfball des slowenischen Goalgetters nur knapp daneben.

Rapid stemmte sich gegen die Niederlage und kam in der 83. Minute doch noch zum Ausgleich. Der eingewechselte Drazan schlug eine Maßflanke auf Jelavic, der per Kopf aus kurzer Distanz erfolgreich war.

Zweiter Saisonsieg für Kärnten
Austria Kärnten kann doch noch gewinnen. Das abgeschlagene Bundesliga-Schlusslicht setzte sich daheim gegen Angstgegner Ried mit 1:0 (1:0) durch und feierte damit den erst zweiten Saisonsieg. Stefan Hierländer beendete in der 31. Minute per Kopf die seit 12. September des Vorjahres bzw. 17 Spiele währende Durststrecke der Klagenfurter.

Für die um die Lizenz bangenden Kärntner war es nach der Eroberung des ersten Auswärtspunktes in der vergangenen Runde das zweite Erfolgserlebnis binnen einer Woche. Gegen Ried war die Austria in zuvor elf Partien inklusive Cup sieglos geblieben. Auf die Tabellensituation hatte der Sieg für das Schlusslicht wenig Auswirkung. Kärnten liegt nun zwölf Zähler hinter dem rettenden neunten Rang, Ried hingegen rutschte vom fünften auf den siebten Platz zurück.

Guter Start der "Wikinger"
Trainer Joze Prelogar durfte vor der spärlichen Kulisse von nur 2.538 Zuschauern im EM-Stadion über den ersten Bundesligasieg seiner Ägide jubeln. Dabei sah es zunächst aus, als käme den Riedern das Gastspiel im Süden gerade recht. Die "Wikinger" starteten besser in die Partie, Kröpfl musste bei einem Stocklasa-Kopfball auf der Linie retten (13.), der umsichtige Rückhalt Schranz bändigte nach einem Eckball einen Kopfball seines Ex-Mitspielers Nuhiu (16.).

Erst nach 20 Minuten kamen die Kärntner besser in die Partie. Da aus dem Spiel heraus aber bei beiden Teams wenig gelang, musste eine Standardsituation herhalten. Der nach seiner Sperre wieder zurückgekehrte Dollinger zirkelte einen Freistoß in den Strafraum, den Hierländer ins lange Eck verlängerte. Die Innviertler blieben auch nach dem Seitenwechsel klar feldüberlegen. Mit vielen hohen Flanken in den Strafraum zeigte sich die Mannschaft von Paul Gludovatz aber wenig einfallsreich, bei der besten Möglichkeit setzte Drechsel den Ball über das Tor (53.). Der Kärntner Hierländer sah in der 87. Minute wegen Unsportlichkeit die Rote Karte.

Mattersburg zittert sich zu 2:1-Sieg
Der SV Mattersburg hat den LASK mit 2:1 (1:0) besiegt und damit einen wichtigen Erfolg im Kampf um Platz fünf gefeiert. Die Burgenländer präsentierten sich zwar nicht als besseres Team, durften aber über ihren zweiten Heimsieg im Frühjahr jubeln, sind 2010 zu Hause weiter ungeschlagen und punktegleich mit Wiener Neustadt Tabellensechster. Ronald Spuller (25.) und Robert Waltner (51.) schossen die Elf von Franz Lederer zum Sieg, an dem auch ein durchaus bemühter LASK sowie ein Eigentor von Nedeljko Malic (56.) nichts ändern konnten.

Der LASK machte in der ersten Hälfte das Spiel, Mattersburg das Tor. Der schnelle Spuller enteilte in der 25. Minute auf der rechten Seite und schoss kraftvoll ins rechte obere Eck ein - Cavlina war ohne Chance. In der 51. Minute wurde Waltner von Mörz mit einem perfekten Stanglpass bedient und traf zum 2:0. Doch der LASK suchte und fand weiterhin - wenn auch wenige - Chancen vor. Stürmer-Oldie Mayrleb brachte die Linzer schließlich wieder ins Spiel. Indirekt zumindest, indem er einen Stanglpass von Prager zwar nicht mehr berührte, aber so das Eigentor des heranrutschenden Malic begünstigte (57.).

Die Partie blieb offen, der LASK blieb beim Versuch, noch den Ausgleich zu erzielten, aber glücklos. Vielmehr trafen die Hausherren durch Thomas Wagner noch ein weiteres Mal, das vermeintliche 3:1 wurde wegen Abseits aber fälschlicherweise aberkannt (75.).

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