Kritik an Landespartei

Wirbel nach Wahl mit zwei VP-Listen

Insgesamt hat die VP bei der vorgezogenen Gemeinderatswahl in Wolkersdorf, Bezirk Gänserndorf, jüngst zwar mehr als 60 Prozent erreicht. Aber: Dieser scheinbar breite Zuspruch der Bevölkerung wird durch einen internen Konflikt getrübt, der im Antreten von zwei VP-Listen gipfelte. Jetzt hagelt es auch noch Beschwerden.

Die Vorgeschichte: Zur Gemeinderatswahl traten in Wolkersdorf Bürgermeisterin Anna Steindl und ihr parteiinterner Kontrahent Dominic Litzka jeweils mit eigenen VP-Listen an. Und das mit dem Segen der Landespartei. Das Ergebnis: Steindls VP kam auf 41 Prozent, Litzkas auf 21 Prozent. Alles paletti? Mitnichten. Litzka will, wie berichtet, mit einer bunten Koalition Steindl vom Bürgermeister-Sessel stoßen - auch das mit dem Segen der Landespartei. In der VP-Zentrale in St. Pölten heißt es dazu: „Wenn zwei VP-Listen kandidieren, sollen alle dieselben Chancen haben.“ Und zur Nach-Wahl-Kontroverse: „In der Politik geht es auch um Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinaus. Entscheidend ist, dass eine tragfähige Mehrheit gefunden wird.“

Mehr als 200 (Steindl-) Wähler sehen das aber anders. Sie orten in einem Brief an die Parteispitze „Wut, Enttäuschung, Unverständnis“. Litzkas VP-Liste sei nicht von Gremien abgesegnet gewesen: „Statuten und Werte der VP sind zur Farce geworden! Klare Wahlsieger werden nicht anerkannt.“

Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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