09.04.2019 06:25 |

Fahrdienste

Taxiverband fordert farbige Kennzeichen für Uber

Der deutsche Bundesverband Taxi und Mietwagen fordert, dass Fahrdienste wie Uber und Co. mit farbigen Kennzeichen leichter erkennbar sein sollen. Derzeit sähen die meisten Wagen der Fahrdienste wie Privatautos aus, sagte Thomas Grätz, Geschäftsführer des Verbands, am Montag in Berlin. Mit Farben lasse sich kontrollieren, ob sie die Rückkehrpflicht auch einhalten.

Im Gegensatz zu Taxis sind die Fahrdienstautos dazu verpflichtet, an einen Sammelort zurückzukehren, wenn sie keinen Folgeauftrag haben. Ob sie dagegen verstoßen, lässt sich laut Grätz derzeit kaum kontrollieren. Er könne sich daher ein Modell wie in den Niederlanden vorstellen, wo jedes Auto, das gewerblich im Einsatz sei, ein hellblaues Kennzeichen habe. „Das wäre ein sehr gutes Instrument, um die Überwachung zu ermöglichen“, sagte Grätz. Auch eine digitale Aufzeichnung des Wegstreckenverlaufs sei eine Möglichkeit.

Im Februar war ein Eckpunktepapier aus dem deutschen Verkehrsministerium öffentlich geworden, das unter anderem Fahrdienstanbietern wie Uber den Marktzugang erleichtern soll und auch eine Abschaffung der Rückkehrpflicht für die Taxikonkurrenten zur Folge haben könnte. Die Taxibranche läuft seitdem Sturm gegen die Pläne.

Nach ersten Demonstrationen im Februar soll es am 10. April in rund 30 deutschen Städten zu Protestaktionen kommen. Bei der größten Aktion in Berlin fahren Taxis um die Mittagszeit von drei Startpunkten aus im Schritttempo zum Brandenburger Tor, wo es eine Kundgebung geben soll. Laut Grätz kommt der Taxiverkehr dabei für einige Stunden um die Mittagszeit praktisch zum Erliegen. Auch die Telefonzentralen seien dann außer Betrieb.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter