25.03.2019 10:08 |

„Militärkooperation“

Russische Soldaten und Güter in Caracas gelandet

Während die sozialistische Regierung von Präsident Nicolas Maduro Hilfsgüter der USA und anderer mit ihr verbündeter Staaten nicht ins krisengeplagte Venezuela lässt, sind nun zwei russische Flugzeuge mit Soldaten und Gütern in der Hauptstadt Caracas gelandet. Die Maschinen seien „im Rahmen der technischen und militärischen Kooperation“ zwischen beiden Ländern nach Venezuela geflogen, berichtete die russische Nachrichtenagentur Sputnik am Sonntag.

Neben 99 Soldaten seien 35 Tonnen Hilfsgüter an Bord gewesen. Journalisten sahen eines der Flugzeuge, das am Hauptstadtflughafen von venezolanischen Sicherheitskräften bewacht wurde. Auf Anfrage wollten sich weder die venezolanischen Behörden noch die russische Botschaft in Caracas dazu äußern.

Russland hatte seine militärische Zusammenarbeit mit dem erdölreichen südamerikanischen Land schon vor Jahren ausgebaut. Im derzeitigen Machtkampf in Venezuela steht Moskau hinter Maduro. Die USA und rund 50 weitere Staaten haben sich dagegen hinter den Oppositionsführer Juan Guaido gestellt, der sich im Jänner selbst zum Übergangspräsidenten erklärt hatte. Guaido ist Präsident des von Maduro entmachteten Parlaments. Washington hat ein militärisches Vorgehen gegen Maduro nicht ausgeschlossen.

Guaido: Maduros Regierung in den letzten Zügen
Am Wochenende attestierte Guaido dem massiven Druck aus dem Ausland eine erste Wirkung. „Der diplomatische Druck hat funktioniert, der wirtschaftliche Druck hat funktioniert und der Druck auf die Vermögenswerte hat funktioniert“, sagte Guaido. Nach seiner Darstellung liegt Maduros Regierung in den letzten Zügen: Dank des Drucks aus dem Ausland fehlten dem Präsidenten die Mittel, um weiter „politische Erpressung zu finanzieren“. Was seiner Bewegung gegenwärtig fehle, sei die Unterstützung der Militärführung, auch wenn 80 bis 85 Prozent der Armee von „der Notwendigkeit eines Wandels“ überzeugt seien.

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