18.03.2019 05:55 |

Krimi um Fässer

„Endlager-Problem“: Wohin mit dem Atommüll?

Der von der „Krone“ aufgedeckte Umweltkrimi um 100 radioaktive Fässer im Wiener Hafen (siehe Video oben) hat nicht nur gefährliche Machenschaften mutmaßlich skrupelloser Unternehmer mit Atommüll aufgezeigt. Gleichzeitig taucht wieder die Frage auf: Was passiert in Österreich mit dem bislang angefallenen Nuklearabfall?

Erste große Entwarnung gleich vorweg: Die unten angeführte Grafik über Endlager in Österreich ist NICHT aktuell. Allerdings ist sie authentisch! Bereits vor 28 Jahren gab es hitzige Debatten um den nuklearen Abfall aus Medizin, Industrie und Forschung.

„Mittlerweile haben sich 3600 Kubikmeter Nuklearabfall angesammelt“
„Wo könnte ein geeigneter Standort liegen?“, so die Frage. Nachdem passende Orte genannt worden waren, folgten sofort Brandreden betroffener Landeshauptleute von Zernatto (Kärnten) über Ratzenböck (OÖ) bis Ludwig (NÖ). „Bei uns nicht! Fremdenverkehr, Schutz der Bevölkerung - einfach undenkbar! Schluss, Basta!“, hieß es 1991 unisono. Die Atommüll-Debatte wurde fürs Erste eingefroren. „Mittlerweile haben sich in vier Jahrzehnten 3600 Kubikmeter Nuklearabfall angesammelt“, so Dr. Reinhard Uhrig von GLOBAL 2000.

Köstinger: „Wir arbeite am nationalen Entsorgungsplan“
Kurzum: Österreich ist zwar atomkraftfrei, dennoch müssen wir uns um unseren Atommüll sorgen. „Derzeit wird in Seibersdorf ordnungsgemäß zwischengelagert. Wir arbeiten bereits am nationalen Entsorgungsplan“, versprach Ministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP).

Christoph Matzl und Mark Perry, Kronen Zeitung

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