05.03.2019 08:45 |

Feschak mit Platz

Mercedes CLA Shooting Brake: Chic ohne Kompromisse

Oft gilt im Automobilbau: entweder schön oder praktisch. Der neue Mercedes CLA Shooting Brake kann beides. Er ist dank seiner sexy Dachlinie einer der schönsten kompakten Kombis derzeit, verlangt von seinen Insassen aber keinerlei Einschränkungen. Und die Anmutung im Innenraum wäre auch zwei Klassen höher nicht deplatziert.

Ein Shooting Brake ist eigentlich bekanntlich ein zweitüriger Kombi. Mercedes hat - angefangen mit dem CLS - etwas anderes daraus gemacht: eine Art viertüriges Kombi-Coupé. Es folgte der erste CLA Shooting Brake im Jahr 2015, dann fühlte sich Kia „inspiriert“ und hat den Ceed zur koreanischen CLA-Shooting-Brake-Version gemacht. Und nun bringt Stuttgart die zweite Generation des Originals. Und die ist rundum noch besser als der Vorgänger.

Gewachsen ist der Neue in allen Dimensionen außer der Höhe. Mit 4,69 Meter ist er fünf Zentimeter Länge, in der Breite hat er sechs Zentimeter gewonnen und misst jetzt 1,83 Meter, der Radstand wurde auf 2,73 Meter gestreckt. Die fünf bis sechs Zentimeter verbreiterte Spurweite verspricht zugleich sportlichere und komfortablere Fahreigenschaften. Dafür sorgt auch die Mehrlenker-Hinterachse. Ein großer Stabilisator soll die Seitenneigung minimieren.

Man könnte meinen, bei der flach verlaufenden Dachlinie könnte es für groß gewachsene Mitreisende auf der Rückbank eng ums Haupthaar werden, doch weit gefehlt: Hier fühlt man sich nicht einmal mit über 1,90 Meter Körpergröße unwohl. Kopffreiheit, Beinfreiheit, Ellbogenfreiheit, alles passt. Vor allem den Insassen, vorne wie hinten, kommt die gewachsene Karosserie zugute.

Der Kofferraum fasst nur marginal mehr Gepäck, lässt sich aber leichter beladen, weil zwischen den Heckleuchten nun 87 Zentimeter Platz ist. Vorher war die Luke mit 63,5 cm arg mickrig. Dass sich die Heckklappe berührungslos öffnen lässt, versteht sich von selbst.

Licht als Luxus
Das Interieur-Design entspricht dem des CLA Coupé und macht einen sehr wertigen Eindruck. Natürlich ist Daimlers neues Bediensystem MBUX an Bord, das mit hoher Rechenleistung und Cloud-Intelligenz glänzt. Neuerdings erkennt es auch, von ob es gerade vom Fahrer oder vom Beifahrer bedient wird, und weiß dadurch z.B., auf welcher Seite die Sitzmassagefunktion aktiviert werden soll.

Und leuchten kann er auch, der CLA Shooting Brake, und wie! Die Ambientebeleuchtung bietet 64 Farben, zehn Farbwelten und unterschiedliche Effekte in drei Helligkeitszonen. Auch die turbinenartigen Lüftungsdüsen werden mit einbezogen.

Darüber hinaus können die Lichtstimmungen Teil der „Energizing Komfortsteuerung“ sein, die den Fahrer mit Licht, Musik, Sitzheizung/-lüftung/-massage und Klimaanlage ein passendes „Wellness-Set-up“ verwöhnt. Trägt er eine kompatible Smartwatch wird die Befindlichkeit des Fahrers anhand seines Stresslevels, der Pulsfrequenz oder der Schlafqualität der letzten Nacht bei der Empfehlung berücksichtigt.

Assistenzsysteme aus der S-Klasse
Dank verbesserter Kamera- und Radarsysteme kann der CLA bis zu 500 Meter vorausschauen und in bestimmten Situationen teilautomatisiert fahren. Über Karten- und Navigationsdaten kann er selbsttätig etwa vor Kreisverkehren das Tempo anpassen, selbst lenkend fahren und sogar aktiv die Spur wechseln.

Spitzenmotorisierung wird zum Marktstart im September der Zweiliter-Vierzylinder-Benziner mit 225 PS und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe sein. Es wird aber auch weitere Motoren im Angebot geben.

Das CLA Coupé steht bereits ab Mai beim Händler, Basismotorisierung ist ein 136-PS-Benziner zum Preis von 35.340 Euro. Der Aufpreis für den Shooting Brake wird voraussichtlich einige Hundert Euro betragen.

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl

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