02.03.2019 06:00 |

Energizer P18K

Dieser Ziegel ist ein Handy mit Akku für 50 Tage

Erinnern Sie sich noch an die Handys vor 20 Jahren, Marke „Telefonzelle“? Geht es nach dem Handybauer Avenir Mobile, der Handys der Marke Energizer herstellt, könnten solche Gürtel-Clips zum Transport erfordernde Giganten wieder Teil unseres Alltags werden. Wir haben es uns am Beispiel Energizer P18K angesehen.

Tatsächlich hatte Avenir Mobile beim krone.at-Besuch am Mobile World Congress in Barcelona nur einen Plastik-Dummy des P18K zum Anfassen anzubieten. Vom fertigen Gerät kann man sich damit keinen Eindruck verschaffen. Von den Abmessungen des Smartphones mit dem Riesenakku schon.

Reiseakku mit Smartphone dran
Tatsächlich handelt es sich beim P18K um einen wahren Giganten. Im Grunde, so unser Eindruck auf der Messe, hat man mit dem P18K nichts Anderes als einen dicken Reiseakku mit Smartphone dran in Händen.

Aber sehen Sie selbst - mit iPhone, Hand und Feuerzeug als Größenvergleich:

Die Bilder machen klar: Sehr viel mehr als ein Werbeschmäh ist das P18K wohl kaum. Das Gerät ist für den täglichen Gebrauch viel zu unhandlich. Laut Hersteller soll das P18K 18 Millimeter dick sein, die Vergleichsobjekte - das Feuerzeug sollte etwa einen Zentimeter dick sein, das Vergleichs-Handy ebenfalls - legen aber nahe, dass der Hersteller da untertreibt.

So passt das in keine Hosentasche!
So passt das Energizer P18K jedenfalls in keine Hosentasche. Und auch wenn 50 Tage Standby- und 90 Stunden Gesprächszeit verlockend klingen und auch die sonstige geplante Ausstattung - sechs Gigabyte RAM, Achtkern-Chip, 128 Gigabyte Flash-Speicher, Pop-up-Kamera, Full-HD-Display mit 6,2 Zoll Diagonale - interessant klingt, stellt sich am Ende doch die Frage: Wieso nicht einfach einen Reiseakku mitnehmen und auf ein hosentaschenfreundlicheres Gerät setzen?

Der Hersteller jedenfalls scheint trotz unserer Zweifel überzeugt von seinem Gerät zu sein und will es zum Preis von 600 Euro auf den Markt bringen. Einen Termin blieb man vorerst schuldig. Und der Umstand, dass der Hersteller in den letzten Jahren schon öfter solche monströsen Geräte gezeigt hat, die dann aber eh nicht auf den Markt gebracht wurden, lässt Zweifel aufkommen.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger
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