04.06.2004 11:35 |

Tarife-Chaos

Konsumentenschützer kritisieren Tarif-Dschungel

Die Arbeiterkammer kritisiert die unüberschaubaren Handy-Tarifmodelle und gestiegene Grundgebühren. Telefonieren mit Handys wurde billiger, dafür sind die Kosten für eine Anmeldung kräftig gestiegen und kosten mitunter um bis zur Hälfte mehr.
Die AK hat die Handytarife für Privatkundenzwischen 2001 und 2004 untersucht. Das Ergebnis: Die Tarifmodelleseien oft unüberschaubar, kurzlebig und verwirren die Kunden:Von insgesamt 56 angebotenen Modellen aller 4 Handyanbieter imJahr 2001 gibt es jetzt nur mehr die Hälfte. Nur drei Tarifehaben seit 2001 die gleiche Namensbezeichnung behalten Der Tarifwechselnbeim gleichen Anbieter kann teuer werden: Einige Anbieter verrechnenbestehenden Kunden beim Wechseln Zusatzentgelte
 
Die AK Analyse zeigt, dass die Anmeldung bei den2001 am Markt befindlichen Anbietern heuer zwischen 10 und 53Prozent mehr kostet. Die monatlichen Grundgebühren fürdie noch nach wie vor angebotenen Tarife wurden je nach Anbieterbis zu 30 Prozent billiger oder sogar bis zu 39 Prozent teurer.
 
Im Gegenzug sind die durchschnittlichen Gesprächsentgeltealler Anbieter seit 2001 leicht gesunken und betragen durchschnittlichzwischen 2 und 6 Cent pro Minute. Billiger wurden auch Rufe inandere Handynetze im Schnitt zwischen 7 und 10 Cent und Mobilboxabfragen(6 Cent pro Minute). Anrufe ins eigene Netz sind kaum günstigergeworden. Wertkartenhandys wurden vor allem bei den Mobilboxabfragendeutlich billiger - im Schnitt 10 bis 24 Cent pro Minute. Jugendlicheprofitieren am meisten von den sinkenden Kosten für Mobilboxund Rufe in andere Handynetze, sagen die AK Konsumentenschützer.

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