Sa, 23. März 2019
20.02.2019 15:48

Tödliche weiße Walze

Video zeigt Lawinenabgang auf befahrener Skipiste

Bei einem Lawinenabgang im Schweizer Skiort Crans-Montana ist am Dienstag ein Pistenretter, ein 34-jähriger Franzose, ums Leben gekommen. Zum Zeitpunkt des Unglücks befand er sich in einem Einsatz und half einer verletzten Person auf der Skipiste. Sein Arbeitskollege, die verletzte Person sowie ein vierter Wintersportler wurden ebenfalls von der Lawine erfasst. Sie kamen aber mit leichten Verletzungen davon. Ein nun veröffentlichtes Video zeigt das ganze Ausmaß der Lawine.

Rettungskräfte konnten die Verschütteten schnell bergen. Der schwer verletzte Bergbahnmitarbeiter wurde in kritischem Zustand in einem Helikopter ins Spital geflogen, wo er in der Nacht auf Mittwoch verstarb. Am Mittwochmorgen wurde die Suche nach möglichen Verschütteten eingestellt. Die Rettungskräfte hätten keine weiteren Opfer gefunden, teilte die Polizei mit.

Piste auf 400 Metern verschüttet
Die Schneemassen hatten sich am Dienstag gegen 14.15 Uhr an einem Hang in der Region La Plaine Morte gelöst, dem höchstgelegenen Bereich des Skigebiets. Die Piste Kandahar wurde dabei auf einer Länge von etwa 400 Metern verschüttet. Der Lawinenkegel erreichte mit einer Länge von 840 Metern, einer Breite von 100 Metern und einer Höhe von bis zu drei Metern ein gigantisches Ausmaß.

Ein Experte des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos ging in einer ersten Einschätzung von einer Gleitschneelawine aus. „Solche sind eine eher neue Erscheinung“, sagt Carlo Danioth, Betriebsleiter Ost der Skiarena Andermatt-Sedrun. Dem Phänomen gehe ein warmer Boden im Herbst voraus. Wenn es früh auf diesen Boden schneie, werde dieser Schneeschicht nach und nach die Feuchtigkeit entzogen. Darauf setzten sich weitere, unter Umständen schwere Schneeschichten ab, worauf ein Hohlraum entstehe.

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