05.02.2019 06:15 |

Früh übt sich

Gute Manieren kommen nie aus der Mode

Früh übt sich, ein Gentleman oder eine Dame sein will. Knigge kehrt zurück. Gute Manieren sind wieder in. Zum Glück! Für ein taktvolles Miteinander.

Lange Zeit galten starre Benimmregeln als altmodisch. Mittlerweile kommen klassische gute Manieren wieder gut an. Aufrecht sitzen, Hände auf den Tisch und nur sprechen, wenn man von einem Erwachsenen angesprochen wird? Unser Wunsch von „gut erzogenen“ Sprösslingen hat sich im Laufe der Zeit geändert. Eltern fördern heutzutage vielmehr Empathie und Entfaltung. Doch die allgemeinen Regeln des guten Benehmens bleiben aktuell. Denn Höflichkeit, gute Tischmanieren, Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft zeichnen nicht nur eine harmonische Familie aus, sondern erleichtern auch das soziale Miteinander. „Bitte schön“ und „danke vielmals“, „gern geschehen“, freundliches Grüßen und Verabschieden, „Entschuldigung“ – keine Frage, es wird eine Weile dauern, bis der Spross solche Höflichkeitsfloskeln verinnerlicht hat und sie auch korrekt einsetzt.

Der Nachwuchs schaut sich alles von uns ab
Doch gute Manieren gelten als sozialer Kitt im Alltag und im Berufsleben. Und sie bringen dem Nachwuchs später einmal viele Vorteile. Ein zerbrochenes Glas, ein Strafzettel, ein verpasster Termin? Allzu schnell rutscht einem im hektischen Alltag ein Kraftausdruck über die Lippen. Wie sehr sich Eltern auch bemühen, im Kindergarten oder in der Schule lernen die Kleinen noch genug Schimpfwörter kennen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass sie bis dahin begriffen haben: Diese Ausdrücke gehören nicht in den normalen Sprachgebrauch.

Kids-Coach Nina Petz beantwortet Ihre Fragen
Mein Sohn (8) ist ein stiller Bub und hat in seiner Klasse wenig zu sagen. Obwohl die anderen Kinder ihn oft hänseln, zeigt er sich dennoch immer mitfühlend und sehr sensibel. Wie kann ich ihm helfen?

Prinzipiell hat jeder Charakterzug seine Vorteile. Versuchen Sie daher, Ihr Kind nicht zu ändern, sondern freuen Sie sich über Ihren sensiblen und empathischen Nachwuchs. Zurückhaltung ist Teil seiner Persönlichkeit und verdient Wertschätzung. Sprechen Sie die Gefühle Ihres Sohnes immer wieder aus und zeigen Sie Anerkennung für sein Meistern von herausfordernden Situationen. Glauben Sie an Ihr Kind! Trotzdem ist natürlich klar, dass Ihr Sohn dringend Unterstützung im Miteinander in seiner Klasse braucht. Vielleicht gibt es zumindest ein Kind, mit dem er sich gut versteht? Stärken Sie diese Freundschaft! Laden Sie das Kind zu sich ein usw. Suchen Sie auch das Gespräch mit dem Klassenlehrer. Erklären Sie ihm, dass Sie alles tun, um Ihr Kind zu stärken, zusätzlich sei aber eine Rückenstärkung durch den Pädagogen notwendig. Durch gezielte Übungen, Projekte oder Elternabende kann das Thema „Mobbing“ auch schon in der Volksschulklasse thematisiert und die Beziehungsdynamik unter den Kindern verändert werden.

Susanne Zita, Kronen Teitung

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