26.01.2019 13:06 |

Zwei Varianten

Nächster Schritt am langen Weg zu den Herbstferien

Holpriger Weg zu den geplanten neuen Herbstferien: Das Unterrichtsministerium hat sich jetzt auf zwei Möglichkeiten festgelegt. Variante eins sieht laut Minister Heinz Fassmann (ÖVP) eine einheitliche Regelung vor. Die Herbstferien werden hier über die schulautonomen Tage sichergestellt und der Bund gibt zwischen dem 26. Oktober und dem 2. November gesetzlich acht Tage vor. Damit verlieren die Schulen ihren Spielraum. In Variante zwei legen die Bildungsdirektionen die Herbstferien fest - einheitlich für das eigene Bundesland oder gleich für mehrere Länder.

Letztgenannte Variante könnte freilich zu neun unterschiedlichen Regelungen führen. Die schon jetzt bestehende Möglichkeit, mittels Landesgesetz die schulautonomen Tage für Herbstferien zu verwenden, hat bisher nur Vorarlberg genutzt.

Minister ernüchtert: „Kein annähernder Konsens“
Faßmann hat diesbezüglich zahlreiche Gesprächsrunden mit Eltern-, Schüler-, Lehrer- und Ländervertretern geführt, ist dabei aber auf keinen grünen Zweig gekommen, weshalb er die zwei erwähnten Varianten vorlegte. Der Minister zeigte sich einigermaßen ernüchtert: „Ich bin zu einer Lösung bereit, aber es gibt keinen annähernden Konsens für eine bestimmte Lösung.“ Alle Beteiligten hätten unterschiedliche Vorstellungen, auf welche freien Tage im Abtausch für die Herbstferien verzichtet wird. Denn zusätzliche unterrichtsfreie Zeiten soll es nicht geben.

Keine einheitliche Meinung unter Elternvertretern
Eine Präferenz für eines der beiden Modelle will Faßmann nicht erkennen lassen. Er hofft, dass sich durch seine Vorschläge doch noch eine Konsensvariante herauskristallisiert. Auf Länderseite wäre das die bundesweit einheitliche Regelung, heißt es nach den Gesprächen im Ministerium. Schülervertreter würden lieber auf einen Teil der Sommerferien statt auf schulautonome Tage verzichten, unter Elternvertretern gibt es keine einheitliche Meinung.

Neuregelung soll 2020 in Kraft treten
„Es wäre schön, wenn wir diesen Gordischen Knoten in Österreichs Ferienpolitik lösen könnten“, sagt Faßmann. Ob sich die Umsetzung noch für den heurigen Herbst ausgeht, ist offen. Spätestens 2020 soll die Neuregelung aber in Kraft treten.

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