16.01.2019 06:00 |

Lawinengefahr sinkt

Schnee: Die Zeichen stehen jetzt auf Entspannung

Nach kleineren Lawinenabgängen in der Nacht auf Dienstag erwarten die Experten jetzt eine nachhaltige Entspannung der Lage. Laut ZAMG sind in den kommenden Tagen höchstens noch geringe Neuschneemengen zu erwarten. Mittwoch und Donnerstag sollten sogar größtenteils sonnig verlaufen. Einige Tiroler Orte verzeichneten in den vergangenen 15 Tagen absolute Neuschneerekorde.

„Den Höhepunkt der kritischen Situation haben wir aktuell überschritten“, sagte am Dienstag Rudi Mair vom Lawinenwarndienst. „Die Lawinengefahr geht weiter zurück, die Gefährdung von Verkehrswegen wird abnehmen. Trotzdem warnen wir nach wie vor eindringlich davor, die gesicherten Pisten zu verlassen“, betont Mair.

Erkundungsflüge
Ein Schneerutsch auf die Ranalter Straße im Stubai, eine Lawine auf die Pillerseestraße und eine auf die Virgentalstraße bei Prägraten waren zuletzt noch zu verzeichnen.Erkundungsflüge„Die eintretende Wetterbesserung nützen wir für Erkundungsflüge“, informierte Marcel Innerkofler, Leiter der Landeswarnzentrale. „Für die aktuell insgesamt rund 40 Anforderungen von Lawinenkommissionen stehen acht Hubschrauber im Einsatz - neben dem Landeshubschrauber sind das drei Bundesheerhelikopter und vier Hubschrauber von privaten Unternehmen.“

Galtür wieder erreichbar
Eine leichte Entspannung zeichnete sich gestern auch bei den Straßensperren ab. So sind seit nun unter anderem wieder die Orte Galtür, Ischgl, Nauders, Gries im Sellrain, St. Sigmund und Ginzling auf dem Straßenweg erreichbar. Ebenso freigegeben werden konnte die Brennerbundesstraße zwischen Stafflach und Gries am Brenner. Haushalte ohne StromNach wie vor teilweise beeinträchtigt war am Dienstag die Stromversorgung im Land. Rund 500 Haushalte in sieben Gemeinden hatten Dienstag Vormittag laut Angaben der TINETZ noch keinen Strom. „Schneeloch“ HochfilzenWie eine erste Auswertung der ZAMG ergab, kommen Neuschneemengen wie in den vergangenen 15 Tagen selbst in den schneereichen Regionen statistisch gesehen nur alle 10 bis 100 Jahre vor. So bedeuten die 283 cm in Seefeld absoluten Rekord. Dasselbe gilt für Kufstein (168 cm) und besonders für Österreichs schneereichsten Ort Hochfilzen mit 451 cm (statistische Wiederkehrszeit jeweils größer als 100 Jahre).

Sicherheitsmaßnahmen aufgehoben
Die Stadt Innsbruck hat nach einem Erkundungsflug am Dienstag die zunächst wegen der enormen Schneemengen im Bereich der Nordkette ausgerufenen Sicherheitsmaßnahmen für die Wohngebiete in der gelben und roten Zone auf der Hungerburg, in Hötting und Mühlau wieder aufgehoben.

Peter Freiberger
Peter Freiberger

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