Do, 24. Jänner 2019

Er traf andere Männer

11.12.2018 12:47

Gattin ermordet: iPhone überführte Todes-Apotheker

Das iPhone eines Apothekers hat in Großbritannien ein tödliches Ehedrama aufgeklärt. Der 37-jährige Mitesh Patel hatte seine Gattin (34) ermordet und versucht, es wie einen Einbruch mit Todesfolge aussehen zu lassen. Doch die Auswertung seines iPhones zeigte, wie der Geschäftsmann versuchte, die Tat zu verschleiern. Er soll sogar gegoogelt haben, wie er seine Frau am besten umbringt. Vom zuständigen Gericht wurde er nun zu lebenslanger Haft verurteilt.

Nach außen hin führten Mitesh Patel und seine Frau Jessica aus Middlesbrough eine ganz normale Ehe. Das Paar hatte im Nordwesten Großbritanniens eine gemeinsame Apotheke. Doch hinter der glücklichen Fassade brodelte es.

Patel ging seiner Frau mit Männern fremd
Das Paar war unglücklich, der Ehemann traf sich laut einem Bericht des britischen „Telegraph“ regelmäßig mit homosexuellen Männern zum Verkehr, die er über eine einschlägige Smartphone-App kennenlernte. In einen seiner Kontakte verliebte sich Patel offenbar, vor Gericht sprach er später von einem „Seelenverwandten“. Mit ihm wollte er in Australien ein neues Leben beginnen.

Doch zuvor wollte er seine Frau aus dem Weg räumen und zwei Millionen britische Pfund (2,23 Millionen Euro) Versicherung einstreichen. Patel ließ es wie einen Unfall aussehen. Die Tat ereignete sich bereits im Mai, zum Prozess kam es nach den monatelangen Ermittlungen allerdings erst jetzt. Der Tathergang: Nachdem er seine Frau mit Insulin vollgepumpt und mit einem Plastiksackerl erstickt hatte, verwüstete er das Haus und ließ alles nach einem Einbruch aussehen. Erst dann rief Patel die Polizei.

Smartphone lieferte alle Beweise
Doch Patel hatte die Rechnung ohne sein Smartphone gemacht, auf dem eine Fitness-App lief, die seine Schritte zählte. Die Polizei beschlagnahmte das Gerät und durchleuchtete es. Die von der Fitness-App gesammelten Daten passten nicht zur Aussage Patels. Tatsächlich zeichneten sie für die Ermittler ein eindeutiges Bild davon, wie der Apotheker nach der Tat versucht haben muss, den Mord wie die tragische Folge eines Einbruchs aussehen zu lassen.

Als die Ermittler sich den Suchverlauf des Mannes vornahmen, war die Sache endgültig klar. Patel hatte vor der Tat folgende Phrasen gegoogelt: „Ich muss meine Frau töten“, „Insulin-Überdosis“, „Auftragskiller in Großbritannien anheuern“, oder auch „Wie viel Methadon bringt dich um?“ Vom zuständigen Gericht im nordwestbritischen Teesside wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Drama um Kicker
Sala schon tot? Suche mit Flugzeug fortgesetzt
Fußball International
krone.at-Sportstudio
Alle Infos aus Kitzbühel und zum Drama um Vonn
Video Show Sport-Studio
Fett, schlank, schnell
Neuer Porsche 911: Wirklich der beste Elfer ever?
Video Show Auto
Neun gesunde Welpen
Ausgesetzte Hündin ist Mama geworden
Tierecke
St. Ulrich im Greith
Eine Tiersegnung für Kuh, Katz & Co.
Tierecke
„Viel zu dünn“
Celine Dion ist nur noch Haut und Knochen
Video Stars & Society

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.