11.12.2018 12:47 |

Er traf andere Männer

Gattin ermordet: iPhone überführte Todes-Apotheker

Das iPhone eines Apothekers hat in Großbritannien ein tödliches Ehedrama aufgeklärt. Der 37-jährige Mitesh Patel hatte seine Gattin (34) ermordet und versucht, es wie einen Einbruch mit Todesfolge aussehen zu lassen. Doch die Auswertung seines iPhones zeigte, wie der Geschäftsmann versuchte, die Tat zu verschleiern. Er soll sogar gegoogelt haben, wie er seine Frau am besten umbringt. Vom zuständigen Gericht wurde er nun zu lebenslanger Haft verurteilt.

Nach außen hin führten Mitesh Patel und seine Frau Jessica aus Middlesbrough eine ganz normale Ehe. Das Paar hatte im Nordwesten Großbritanniens eine gemeinsame Apotheke. Doch hinter der glücklichen Fassade brodelte es.

Patel ging seiner Frau mit Männern fremd
Das Paar war unglücklich, der Ehemann traf sich laut einem Bericht des britischen „Telegraph“ regelmäßig mit homosexuellen Männern zum Verkehr, die er über eine einschlägige Smartphone-App kennenlernte. In einen seiner Kontakte verliebte sich Patel offenbar, vor Gericht sprach er später von einem „Seelenverwandten“. Mit ihm wollte er in Australien ein neues Leben beginnen.

Doch zuvor wollte er seine Frau aus dem Weg räumen und zwei Millionen britische Pfund (2,23 Millionen Euro) Versicherung einstreichen. Patel ließ es wie einen Unfall aussehen. Die Tat ereignete sich bereits im Mai, zum Prozess kam es nach den monatelangen Ermittlungen allerdings erst jetzt. Der Tathergang: Nachdem er seine Frau mit Insulin vollgepumpt und mit einem Plastiksackerl erstickt hatte, verwüstete er das Haus und ließ alles nach einem Einbruch aussehen. Erst dann rief Patel die Polizei.

Smartphone lieferte alle Beweise
Doch Patel hatte die Rechnung ohne sein Smartphone gemacht, auf dem eine Fitness-App lief, die seine Schritte zählte. Die Polizei beschlagnahmte das Gerät und durchleuchtete es. Die von der Fitness-App gesammelten Daten passten nicht zur Aussage Patels. Tatsächlich zeichneten sie für die Ermittler ein eindeutiges Bild davon, wie der Apotheker nach der Tat versucht haben muss, den Mord wie die tragische Folge eines Einbruchs aussehen zu lassen.

Als die Ermittler sich den Suchverlauf des Mannes vornahmen, war die Sache endgültig klar. Patel hatte vor der Tat folgende Phrasen gegoogelt: „Ich muss meine Frau töten“, „Insulin-Überdosis“, „Auftragskiller in Großbritannien anheuern“, oder auch „Wie viel Methadon bringt dich um?“ Vom zuständigen Gericht im nordwestbritischen Teesside wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt.

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