Fr, 16. November 2018

Vor der Krönung

19.10.2018 19:11

Hamilton bei Austin-Auftakt Schnellster, Vettel 5.

Lewis Hamilton und Mercedes haben keine Zweifel aufkommen lassen, dass der fünfte Fahrertitel für den Engländer gleich diesen Sonntag in Austin unter Dach und Fach gebracht werden soll. Der Brite brauchte am Freitag nur sechs Runden, um die Konkurrenz im ersten Training in Texas klar zu distanzieren. Teamkollege Bottas wurde Zweiter, Sebastian Vettel hatte als 5. fast zwei Sekunden Rückstand. 

Vettel konnte seine Mini-Hoffnung auf ein finales WM-Wunder beim Auftakt ins US-Rennwochenende zunächst nicht ansatzweise stärken. Im wolkenverhangenen und anfangs noch stark verregneten Austin kam der 31 Jahre alte Ferrari-Starpilot mit großem Rückstand auf WM-Spitzenreiter Hamilton nur auf den fünften Trainingsplatz. Auch Bottas hatte über eineinhalb Sekunden Vorsprung auf den Deutschen. Käme das Mercedes-Duo am Sonntag (20.10 Uhr MESZ/ORF eins, RTL) im Rennen in dieser Reihenfolge ins Ziel, kann sich Hamilton vorzeitig als fünfmaliger Weltmeister feiern lassen.

Als äußerst problematisch für Vettels Vorhaben, den Briten in den noch ausstehenden vier Rennen abzufangen, könnte sich nun auch noch sein ehemaliges Team erweisen. Vor Vettel schoben sich im Training Max Verstappen und Daniel Ricciardo im Red Bull.

Klimatischer Vorgeschmack
Die Fahrer bekamen am Freitag einen klimatischen Vorgeschmack auf das, was sie bei der Qualifikation am Samstag (23.00 Uhr MESZ) erwartet. Schon bei der Ankunft auf dem Parkplatz des Circuit of the Americas floss das Wasser in Strömen. Die Spitze des 76 Meter hohen Turms war aus der Ferne im dunkelgrauen Himmel über Austin nicht sichtbar.

Als Erster wagte sich der Schwede Marcus Ericsson im Sauber auf die nasse Strecke. Für alle wurden die ersten Kilometer reine Kennenlern-Runden. Vettel ließ auch nicht allzu lange auf sich warten, Bottas rollte mit seinem Wagen ebenfalls rasch aus der Garage. Immerhin ließen die schweren Schauer nach, das Abtrocknen der Strecke dauerte aber lange. Denn Sonne war keine in Sicht.

Unterbrüche
Zwischenzeitig musste die eineinhalbstündige Session auch kurz unterbrochen werden. Der Grund war, dass Vettels künftiger Ferrari-Kollege Charles Leclerc mit dem zweiten Sauber Kies auf die Strecke gewirbelt hatte. Sie musste deshalb gesäubert werden. Hamilton, der in diesem Moment gerade auf die Strecke fahren wollte, musste zurück in die Garagen geschoben werden.

Eine gute halbe Stunde vor dem Ende der Einheit legte der Brite dann auch endlich los. Drittschnellste Runde beim ersten Versuch, schnellste Runde danach in 1:47,502 Minuten. Gerade sechs Umläufe brauchte Hamilton, um auf einer seiner Paradestrecken wieder einmal auf Platz eins zu stehen. Als einziger blieb er unter 1:48 Minuten. Bottas war 1,304 Sekunden langsamer. Mit Kapuze überm Kopf und warm verpackt verfolgte er anschließend, wie sich Vettel vergeblich mühte, in die Nähe seiner Zeit und auch der von Bottas zu kommen.

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