11.05.2004 11:09 |

Sport-Oscars

Laureus Award für den Herminator

Hermann Maier wurde für sein phantastisches Comeback am Montagabend mit dem Laureus World Sports Award ausgezeichnet. "Meine Olympia-Medaillen sind sicher mehr wert, aber dieser Preis ist etwas ganz Besonderes", sagte der Weltcupsieger. Im Vorjahr war er in derselben Kategorie noch Ronaldo unterlegen.
Michael Schumacher hat es Tiger Woods nachgemachtund ist zum zweiten Mal nach 2002 mit dem Sport-Oscar ausgezeichnetworden. Der sechsmalige Formel-1-Weltmeister aus Kerpen bedanktesich am Montagabend in Estoril allerdings nur aus der Ferne undsorgte so für Missstimmung. Bei den "Laureus Awards" fürdie Welt-Sportler 2004 setzte sich der 35-Jährige gegen VorjahressiegerLance Armstrong (USA/Rad), Roger Federer (Schweiz/Tennis), MichaelPhelps (USA/Schwimmen) und Valentino Rossi (Italien/Motorrad)durch.
 
Zur Laureus-Sportlerin des Jahres wurde in derSchwedin Annika Sörenstam erstmals eine Golfspielerin ernannt.Sie ließ die Tennis- Spielerinnen Serena Williams (USA),die 2003 gewann, und Justine Henin-Hardenne (Belgien) ebenso hintersich wie die Leichtathletinnen Paula Radcliffe (Großbritannien)und Maria Mutola (Mosambik).
 
Hochkarätige Jury
"Ich freue mich ganz besonders, dass ein Landsmanngewonnen hat", sagte Boris Becker. Der dreimalige Wimbledonsiegerist neben Katarina Witt und Franz Beckenbauer einer von drei deutschenAcademy-Juoren. Insgesamt haben 41 Sportlegenden in der von EdwinMoses geleiteten Jury Sitz und Stimme. Mark Spitz, Daley Thompson,Alberto Tomba oder Bobby Charlton sind nur vier Namen. Daimler/Chryslerund Richemont haben die Preise 1999 ausgelobt, mit denen die bestenSportler geehrt und durch die "Sport for Good Foundation", derendeutscher Schirmherr Becker ist, soziales Engagement gefördertwerden sollen.
 
Mannschaft des Jahres wurde das englische Rugby-Weltmeisterteam;bester Behindertensportler wurde der kanadische Leichtathlet EarleConnor, der binnen sechs Tagen vier Weltrekorde schaffte.
 
Gleich zwei Sport Oscars holten die Golferinnen.Die 14-jährige Michelle Wie aus den USA wurde als Newcomerdes Jahres zudem jüngste Preisträgerin in der fünfjährigenGeschichte des Laureus-Awards. Den Alternativ-Preis erhielt diesechsmalige Surf-Weltmeisterin Layne Beachley aus Australien.
 
Mit dem "Sport for Good"-Award wurden das auchfür den Nobelpreis vorgeschlagene Mythare Sportprojekt fürJugendliche in Kenia ausgezeichnet sowie die Cricket-Teams ausIndian und Pakistan, die sich beispielhaft um die Verständigungbeider Länder bemühen. Posthum mit dem Lifetime-Awardgeehrt wurde Bergsteiger Arne Naess aus Norwegen, der im Januarbei einem Unglück in Südafrika den Tod fand.
 
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