Mo, 17. Dezember 2018

Messerattacke in Tulln

26.09.2018 11:04

Angreifer einvernommen: „Wollte sie nicht töten“

Jener 28-Jährige, der in der Vorwoche in Tulln mit einem Küchenmesser auf seine drei Jahre jüngere Freundin eingestochen hatte, ist mittlerweile von der Polizei einvernommen worden. Der Verdächtige gestand die blutige Tat, bestreitet jedoch, dass er die 25-Jährige hatte töten wollen. Vielmehr habe er sich verteidigen wollen, erklärte der Beschuldigte den Ermittlern. Worin genau er jedoch die Bedrohung sah, konnte er nicht wirklich angeben.

Zur Tat war es am 17. September in einer Wohnhausanlage gekommen. Anrainer hatten aufgrund von Lärm bei der Exekutive Alarm geschlagen. Wie der mutmaßliche Täter nun gegenüber den Ermittlern erklärte, sei er in der Tatnacht schweißgebadet aufgewacht und habe eine Zigarette rauchen gehen wollen. Dabei sei ihm seine Lebensgefährtin gefolgt - der 28-Jährige will laut seinen Angaben den Eindruck gehabt haben, dass ihn die 25-Jährige töten wollte.

Danach, so erklärte er nach Angaben von Staatsanwaltschaftssprecher Leopold Bien, habe er in einem Vorraum ein Küchenmesser gegen die Frau eingesetzt. Die Tatwaffe habe er bereits zuvor mitgenommen, weil es draußen nicht sicher sei.

Messer in Donau geworfen
Nach der Attacke sei der Verdächtige laut Staatsanwaltschaft geflüchtet und habe sich selbst Verletzungen zugefügt. Das Küchenmesser habe er anschließend in die Donau geworfen. Im Zuge einer Fahndung wurde der Mann schließlich gefunden und festgenommen.
Die schwer verletzte 25-Jährige wurde ins AKH Wien transportiert und dort operiert. Sie gab bei der Befragung an, dass ihr Lebensgefährte auf sie eingestochen habe - kurz nachdem sie aufgewacht sei.

Gutachten über Zurechnungsfähigkeit
Über den mutmaßlichen Täter wurde bereits in der Vorwoche die U-Haft verhängt, er befindet sich aufgrund seiner Verletzungen jedoch nach wie vor im Krankenhaus. Eine Überstellung in die Justizanstalt St. Pölten sei aus gesundheitlichen Gründen noch nicht möglich, so Bien. Deshalb werde der Beschuldigte derzeit in seinem Krankenzimmer von der Exekutive bewacht.
In weiterer Folge sollen zudem die Zurechnungsfähigkeit des 28-Jährigen genau überprüft und ein psychiatrisch-neurologisches Gutachten in Auftrag gegeben werden.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Sprit als Preistreiber
Teuerung im November weiter bei 2,2 Prozent
Wirtschaft
Europa League
LIVE ab 13 Uhr: Lostag für Rapid und Salzburg
Fußball International
Nur noch 50 Kilo
Mager-Drama um Julia Roberts
Adabei
Festnahme in NÖ
Asylwerber sitzt wegen Terrorverdachts in U-Haft
Niederösterreich
Star dementiert
Jennifer Lawrence: „Hatte nicht Sex mit Weinstein“
Video Stars & Society
„Pfoten helfen Pfoten“
Hündin „Lucy“ dank Ihrer Hilfe wieder gesund
Tierecke
Tödliche Stromschläge
Smartphone kostete zwei Jugendliche das Leben
Elektronik
Champions League
LIVE ab 12 Uhr: Auslosung des CL-Achtelfinales
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.