Fr, 21. September 2018

Konkurrenz im Vorteil

08.09.2018 19:27

Deutsche Hersteller hängen bei WLTP hinterher

Die Umstellung auf den Fahrzyklus WLTP ist für alle Autohersteller eine Herausforderung. Seit 1. September sollten alle Autos neu zertifiziert sein, vor allem deutsche Hersteller konnten mit ihren umfangreichen Modellpaletten dieses Datum aber nicht einhalten. Eine ganze Reihe Fahrzeuge ist daher vorläufig nicht verfügbar.

Andere Autobauer sind jedoch im Großen und Ganzen besser vorbereitet. Das ergab eine Umfrage der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Die PSA-Gruppe hat alle Pkw der Marken Peugeot, Citroën und DS sowie der neuen PSA-Fabrikate Opel und Vauxhall nach dem neuen Testverfahren zertifiziert. Laut Entwicklungschef Gilles Le Borgne will das Unternehmen so seine Führungsrolle bei der Reduzierung von Emissionen unterstreichen.

Volvo hat die Umstellung auf WLTP bereits im Mai abgeschlossen: „Bei keinem Modell entfällt ein Motor, die Kunden müssen nicht länger auf ihren Neuwagen warten als sonst“, sagte ein Sprecher. Auch Toyota ist mit der Umstellung fertig. „Alle Varianten sind seit Ende Juni zertifiziert, bei Lexus waren wir sogar noch früher clean“, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit.

Dagegen sind Nissan und Renault bei einzelnen Modellen und Motorenkombinationen in Verzug. Bei Nissan betrifft dies unter anderem den Qashqai. Die ersten Fahrzeuge mit neuen Motoren sollen im Oktober ausgeliefert werden. Renault hat vorübergehend die Produktion seines Erfolgsmodells Kangoo gestoppt, weil es künftig nur noch mit Dieselmotor angeboten wird und dieser noch nicht nach Euro 6d Temp zertifiziert ist. Ab Jänner soll er wieder lieferbar sein.

Die WLTP-Norm gilt seit dem 1. September und stellt die deutschen Hersteller vor größere Probleme. Daimler korrigierte die die Gewinnprognose für das laufende Jahr, bei BMW warten Kunden länger auf die 7er-Reihe und Marken des Volkswagen-Konzerns wie Porsche, Audi und VW melden ebenfalls Einschränkungen bei der Verfügbarkeit.

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