Sa, 19. Jänner 2019

EU-Agentur:

04.09.2018 08:40

Klimawandel verursacht immer mehr Netzausfälle

Starke Stürme, Waldbrände und andere Naturkatastrophen haben im vergangenen Jahr vermehrt zu Ausfällen in den europäischen Telekommunikationsnetzen geführt. Das geht aus dem Jahresbericht der Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) hervor. Bedingt durch den Klimawandel, warnt die Behörde, müssten sich Netzbetreiber in Zukunft wohl vermehrt auf Störungen einstellen.

169 Netzausfälle wurden der Behörde im vergangenen Jahr gemeldet. Fast ein Fünftel davon (17 Prozent) wurde demnach durch Naturereignisse wie starken Schnee, Eis, Stürme und Waldbrände verursacht - eine deutliche Steigerung gegenüber den vorangegangenen drei Jahren, in denen laut ENISA nur fünf Prozent der Vorfälle auf natürliche Phänomene zurückzuführen waren.

„Naturphänomene werden weiterhin für Telekommunikationsanbieter in der EU ein Problem darstellen, da extreme Wetterbedingungen aufgrund des Klimawandels häufiger auftreten“, hält die Behörde in ihrem Jahresbericht fest. Das Dokument gibt einen Überblick über die jährlichen Störungsmeldungen, die von den Telekomregulierungsbehörden der 28 EU-Mitgliedstaaten, Norwegen und der Schweiz an die ENISA übermittelt wurden.

Bei 62 Prozent der Sicherheitsvorfälle im Jahr 2017 handelte es sich um Systemausfälle durch Hard- und Softwarefehler oder fehlerhafte Softwareaktualisierungen. Nur etwa zwei Prozent der Vorfälle wurden durch böswillige Handlungen wie Denial-of-Service-Attacken und Kabeldiebstahl verursacht.

Mehr als die Hälfte der gemeldeten Vorfälle hatten Auswirkungen auf Mobiltelefonie und Internet in der EU. Im Schnitt waren pro Vorfall rund eine halbe Million Menschen betroffen.

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