Fr, 16. November 2018

„Ein Riesenerfolg!“

21.08.2018 10:39

bazos.at schließt Handel mit Hunden und Katzen

Es gibt Neuigkeiten bei der Online-Plattform bazos.at: Wer Inserate in den Kategorien „Hunde“ und „Katzen“ sucht, findet den Hinweis „Tierverkauf über Internet ist in Österreich verboten“. Jahrelang hatte bazos.at solche Anzeigen geschaltet, auch nachdem das öffentliche Feilbieten von Tieren im Internet laut §8a Tierschutzgesetz vergangenes Jahr für Privatpersonen verboten wurde. Die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ hatte deshalb auch im April 2018 Anzeige gegen das Unternehmen sowie gegen 50 Inserenten eingebracht.

„Offensichtlich haben unsere Bemühungen letztlich doch etwas bewirkt“, freut sich Martina Pluda, Kampagnenleiterin der „Vier Pfoten“. „Das ist ein Riesenerfolg für den Tierschutz. Denn die Anzeigen auf solchen Online-Plattformen sind nicht nur illegal, sondern auch höchst unseriös.“ Der Anzeige ging im April ein Scheinkauf durch die Tierschützer aufgrund eines Inserats auf bazos.at voraus. Die Wiener Polizei konnte daraufhin einen Welpenhändler auf einem Supermarkt-Parkplatz im 19. Bezirk in bei der Übergabe zweier Chihuahua-Welpen überführen.

Online-Verkauf für Private verboten
Nach der Novelle 2017 dürfen laut §8a des Österreichischen Tierschutzgesetzes Tiere nur noch von registrierten Züchtern beziehungsweise im Rahmen einer genehmigten Haltung (wie etwa im Zoofachhandel) online inseriert werden. Privatpersonen dürfen nur noch einzelne Tiere unter ganz bestimmten Voraussetzungen online inserieren. Martina Pluda dazu: „Das ist auch sinnvoll: Denn hinter den vermeintlichen Schnäppchen verstecken sich in vielen Fällen erbärmliche Zuchtbedingungen - oftmals im Ausland - und Krankheiten der Tiere, die durch die häufigen Tierarztbesuche erst recht äußerst kostspielig werden können. In vielen Fällen sterben die Welpen auch qualvoll an diesen Krankheiten.“

„Bitte immer zuerst im Tierheim schauen!“
Leider gibt es nach wie vor Plattformen, die sich immer noch nicht an das Gesetz halten und Tiere weiterhin online anbieten. Martina Pluda warnt: „Wir möchten den Konsumenten ausdrücklich davor abraten, sich Tiere aus dem Internet zu besorgen. Man erkennt auch schon am Preis, wie seriös ein Angebot ist. Bei einem Rassewelpen, der 350 Euro kostet, kann einfach etwas nicht stimmen. Denn dieser niedrige Preis geht sowohl auf Kosten der Tiere als auch zu Lasten der Konsumenten, die sich bei Problemen an niemanden wenden können. Denn der „Lieferant“ ist dann meistens schon nicht mehr erreichbar.“ Ratsam ist,, sich zunächst im Tierheim nach geeigneten Hunden umzusehen: „Auch dort gibt es Rassehunde – und man tut wirklich etwas Gutes, wenn man einem solchen Hund ein neues, schönes Zuhause bietet.“

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