Di, 25. September 2018

Siemens-Festspiele

20.08.2018 05:41

Oper zieht auch bei der Hitze magisch an

Die Hitze dieses Sommers hält die Fans nicht ab: Bis 30. August tummeln sich am Kapitelplatz abends tausende Menschen. Zu der bereits 17. Auflage der Siemens-Festpiel-Nächte zieht es Besucher aus Stadt und Land an. Die „Krone“ hat sich hinter dem Salzburger Dom eine der 38 Vorstellungen angesehen.

Donnerstag, früher Abend am Salzburger Kapitelplatz. Flanierend sind viele bei sommerlichen 27 Grad in der Abendsonne unterwegs zwischen dem Festzelt, der Übertragungs-Leinwand, dem Dom und der Festungs-bahn. Ulrich Frohner, der im Süden der Stadt lebt, hat Platz genommen auf einem der 1.000 Klappsessel, die auf dem Platz stehen. Im Restaurantzelt bietet Caterer Imlauer zahlreiche Festspiel-Menüs an.

Doch Ulrich Frohner will sich einen Kultur-Höhepunkt der Extra-Klasse sich nicht entgehen lassen. Und das nicht nicht im Festspielhaus - wo gerade Cecilia Bartoli in der Oper „L’ italiana in Algeri“ singt. Ihn interessiert heute die LED-Wand direkt vor dem Bischofshaus, auf der heuer insgesamt 38 Vorstellungen übertragen werden: „Wir sind heute hierher gekommen, weil das Konzert mit Placido Domingo gezeigt wird und das einfach wirklich schön ist. Zudem wohne ich verkehrsmäßig günstig“, freut sich Frohner.

Damit ist der Salzburger nicht allein: Wie auch er sind heute hunderte gekommen, in kurzen Hosen oder sommerlichen Kleidern, um sich „Amor de Mi Vida“ anzusehen. Ein Konzert, das im Jahr 2007 bei den Festspielen aufgezeichnet wurde und bereits damals groß umjubelt wurde.Viele kommen in der Saison mehrmalsAber nicht nur dieses Konzert scheint bei den Zusehern am Kapitelplatz beliebt zu sein: „Jährlich kommen vom 2. Juli bis 30. August rund 70.000 Zuseher zu den Siemens-Festspiel-Nächten“, berichtet die Sprecherin des Konzerns, Johanna Gudella.

Der Großteil der Besucher stammt aus Salzburg, einige schauen mehrmals vorbei.

Das zeigt sich auch an diesem Abend: Ein Beispiel ist Erwin Reitbauer aus Elsbethen, der mit seiner Enkelin Ami in die Altstadt gefahren ist: „Wir sind immer da, wir schauen uns die Festspiele ohne Eintritt auf der Videowand an.“ Und: „Wir haben hier schon viermal den Jedermann erlebt, auch schon die Zauberflöte und packende Konzerte.“

Die Übertragungen - deren Programm von Siemens, dem ORF und den Salzburger Festspielen zusammen gestellt wird - sind technisch eine Herausforderung, wieJohanna Gudella vom TechKonzern berichtet, der auch langjähriger Sponsor des Festivals ist: „Wir haben den Anspruch zu zeigen, was technisch alles möglich ist. Die Herausforderung bei diesem Unternehmen ist, dass wir auch tagsüber Vorstellungen zeigen, wie bei den Kinder-Festspielen.“

Die Zauberflöte für Kinder begeistert die Kleinen besonders.Kapazitäten ausgereizt? Der starke Besucher-Zustrom freut die Betreiber. Bei 80.000 Besuchernin einem Sommer würden die Kapazitäten schön langsam ausgeschöpft sein. Aber es ist wie bei einem spannenden Stück: Wie es danach weiter gehen soll, wird nicht verraten.

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