Fr, 19. Oktober 2018

Touristiker analysiert

20.08.2018 07:30

Die Russen werden jetzt nicht in Scharen kommen

War das ein Rummel bei der Hochzeit von Außenministerin Karin Kneissl mitsamt Besuch von Russlands Präsident Wladimir Putin! Der ist jetzt aber vorbei. Die Bilder aus der Steiermark gingen jedoch um die Welt. Wir haben den steirischen Tourismusboss Erich Neuhold um seine Profi-Analyse gebeten. Kommen die Russen jetzt in Scharen auf Urlaub zu uns? Gab es auch einen Imageschaden?

„Kronen Zeitung“:Die Rummel-Hochzeit von Außenministerin Kneissl plus der Abstecher von Putin in das Weinland: Touristisch gesehen ist das doch ein Traum oder, Herr Neuhold?
Erich Neuhold: Die Bilder aus der Steiermark sind um die Welt gegangen, es war noch dazu ein Bilderbuchtag in einem perfekten Ort. So etwas ist natürlich unbezahlbar.

Und trotzdem wirken Sie nicht gerade glücklich.
Weil es schon sehr viel Kritik gab. Und das wünscht man sich als Tourismuswerber natürlich so nicht. Ich möchte, dass schöne Bilder mit einer positiven Botschaft einhergehen. Viele Werbeprofis vertreten die Ansicht: Hauptsache, man tritt in Erscheinung - ich sehe das distanzierter.

Kommt jetzt ein Schub an russischen Gästen?
Die Berichterstattung in den russischen Medien war ja eher zurückhaltend. Ich weiß auch nicht, wie viele her kommen, nur weil Präsident Putin auch da war. Der russische Gast ist speziell: Er „sammelt“ Marken und Namen. Er fährt nach Kitzbühl, nach St. Moritz. Bei uns also mehr nach Schladming und Graz, die ja auch die meisten russischen Gäste verzeichnen.

Hat der russische Markt noch viel Potenzial?
Wir machen dazu ja aufwändige Analysen - also, unter den Top 10 ist er nicht. Obwohl der Russe ein guter Gast ist. Urlaub hat er zum Beispiel Mitte Jänner, wo wir Kapazitäten haben. Und er lässt es sich gut gehen, gibt viel Geld aus.

Gamlitz ist also kein Geheimtipp mehr?
Es hat sich längst herum gesprochen, dass das ganze Gebiet landschaftlich äußerst reizvoll und die Kulinarik ein Traum ist. Bei der Gesamtauslastung gibt es aber noch Potenzial.

Christa Bluemel
Christa Bluemel

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