Mi, 19. September 2018

Vor sich hergestupst

14.08.2018 08:44

Wal-Mama trennt sich nach 17 Tagen von totem Kalb

17 Tage - so lange hat der Abschied einer Schwertwal-Mutter von ihrem toten Kalb gedauert, das kurz nach der Geburt gestorben war. Das Muttertier hatte ihren Nachwuchs nach dessen Tod immer weiter vor sich hergestupst und an die Wasseroberfläche geholt, um das Junge zum Atmen zu animieren. Nach mehr als zwei Wochen ließ sie es nun gehen - und im Meer versinken.

Das herzzerreißende Foto des Muttertieres war um die Welt gegangen. Vor der kanadischen Küste nahe Victoria in British Columbia hatte der Orca vor mehr als zwei Wochen schon sein Kalb zur Welt gebracht, nur rund eine halbe Stunde nach der Geburt starb das Jungtier jedoch. Seither hatte die Schwertwal-Mutter den Kadaver bei sich, war ihm nicht von der Seite gewichen und stupste ihn immer wieder vor sich her.

Im Zuge der Trauerphase - ein derartiges Verhalten wird immer wieder beobachtet - hatte der Wal bereits wenige Tage später den Anschluss an seine Gruppe verloren und war mit dem toten Kalb alleine im Pazifik unterwegs. Walexperten zeigten sich zu diesem Zeitpunkt bereits in großer Sorge um das Muttertier.

1600 Kilometer zurückgelegt
Doch es sollte insgesamt 17 Tage dauern, bis die Wal-Mutter ihr Junges endlich gehen und in den Fluten versinken lassen konnte. Sie legte dabei eine Strecke von 1600 Kilometern zurück. Nun sei ihre Trauerreise vorbei „und ihr Verhalten ist auffallend munter“, zitierten Medien die Forscher vom Center for Whale Research in der US-Stadt Friday Harbor. Der Wal befinde sich in einer guten körperlichen Verfassung und habe auch den Anschluss an die Gruppe wiedergefunden, wie es hieß.

 krone.at
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