Di, 14. August 2018

UEFA-Urteil am 17.8.

10.08.2018 19:18

Droht Sturm Graz jetzt der Europacup-Ausschluss?

Das UEFA-Verfahren gegen Sturm Graz nach dem Becherwurf im Drittrunden-Hinspiel der Europa-League-Qualifikation gegen den AEK Larnaka (0:2) findet am kommenden Freitag, den 17. August, statt. Den Grazern wird ein Verstoß gegen Artikel 16 der Rechtspflegeordnung („Unangemessenes Verhalten der Anhänger“) vorgeworfen. Der Strafrahmen reicht theoretisch von einer Ermahnung bis zu einem Europacup-Ausschluss. In der 78. Minute der Partie wurde der schwedische Schiedsrichter-Assistent Fredrik Klyver von einem Bierbecher am Kopf getroffen, wobei er eine Platzwunde davontrug. Das Spiel wurde danach erst nach einer rund 40-minütigen Unterbrechung zu Ende gespielt

Ungeachtet der Bestrafung durch die UEFA wird der SK Sturm Graz gegen den Becherwerfer auf jeden Fall ein Stadionverbot verhängen. Wie Klub-Präsident Christian Jauk ankündigte, sei dies das „Mindestmaß“. Außerdem sei der Verein dabei, rechtlich herauszufinden, welche Chancen es bezüglich eines Regresses gibt. „Wir haben aber noch keine Präzedenzfälle in Österreich. Es ist die Frage zu stellen, warum sich noch kein anderer Verein durchgesetzt hat. Wir werden es trotzdem versuchen“, so Jauk. Der Werfer sei jedenfalls bereits ausgeforscht und einvernommen worden.

Der Vereinsboss wollte eines klarstellen: „Das Fehlverhalten einer Einzelperson kann nicht die ganze Sturm-Familie in Misskredit bringen.“

Auf die Frage nach den für Sturm zu erwarteten Sanktionen konnte Jauk keine Auskunft geben. Im Strafenkatalog der UEFA sei ein Bierbecherwurf nicht festgelegt, meinte der Sturm-Chef. „Wir können nicht sagen, was herauskommen wird.“ Einzig positives Detail des Vorfalls war aus Sicht des Vereins, dass die Partie zu Ende gespielt werden konnte. Einen Spielabbruch habe es in der Geschichte von Sturm bisher noch nicht gegeben, berichtete Jauk. „Wir sind froh, dass kein negativer Meilenstein geschaffen wurde.“

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