Do, 13. Dezember 2018

Hit am Samstag

10.08.2018 11:35

Salzburg empfängt Austria zum ersten Schlager

In der dritten Runde erlebt die Bundesliga ihren ersten Schlager. Am Samstag (17 Uhr) empfängt Meister Red Bull Salzburg mit Austria Wien jenes Team, das als letzte Mannschaft vor Salzburg Meister wurde. Die Salzburger siegte unter der Woche in der Champions-League-Qualifikation gegen Tetovo mit 3:0, die Austria geht mangels Europacup-Qualifikation ausgeruht in den Schlager.

Für Salzburg ist es in dieser Saison das erste Aufeinandertreffen mit einem potenziellen Titelrivalen. Allerdings hat der Meister nach erst zwei Runden schon wieder drei Punkte Vorsprung auf die Wiener. Salzburg-Trainer Marco Rose warnt dennoch vor den Veilchen. „Austria Wien ist immer ein spannender Gegner. Dieses Jahr sind sie besonders ambitioniert, weil sie wissen, dass sie die letzte Saison vergessen machen wollen. Sie sind ordentlich gestartet, haben zuletzt aber einen kleinen Dämpfer bekommen. Sie werden hier herkommen und alles reinhauen, um Punkte mitzunehmen“, sagte Rose.

Mit Austria-Trainer Thomas Letsch verbindet Rose eine gemeinsame Vergangenheit. Während Roses Zeit als Nachwuchstrainer in Salzburg war Letsch ebenfalls Nachwuchs- und Liefering-Trainer. „Wir wissen beide, was zu erwarten ist. Wir haben festgestellt, dass sie es mit dem Ball sehr gut machen. Sie spielen in einer Grundordnung, die unserer sehr ähnlich ist. Am Samstag ist das vielleicht anders, wir werden sehen“, meinte der Salzburg-Coach.

„Wir wissen, was auf uns zukommt. Salzburg hat im Vergleich zur Vorsaison kaum Veränderungen vorgenommen und bisher alles gewonnen“, erklärte Letsch, der in der Defensive eine zusätzliche Option hat. Der chilenische Linksverteidiger Cristian Cuevas erhielt seine Spielberechtigung. Der brasilianische Neuzugang Ewandro wartet indes noch auf die seinige. Wichtig sei der Glaube an die eigenen Stärken, hielt Letsch fest. „Wir wollen mitspielen und sie selbst vor Probleme stellen.“ Dies gelang beim 4:0 Ende Mai in der letzten Runde der Vorsaison, als es für Salzburg freilich um nichts mehr ging. 16 Pflichtspiele in Liga und Cup war Salzburg gegen die Austria zuvor ungeschlagen geblieben.

Letsch betonte, dass ihm seine Mannschaft mit ihrer sehr positiven Grundstimmung Zuversicht auf eine Überraschung in der Red-Bull-Arena vermittelt habe. Der Selbstfaller beim WAC (0:1) soll vergessen sein. Es gelte, Eigenfehler wie jenen folgenschweren gegen die Kärntner zu verhindern. Darüber hinaus soll Salzburg keinen Platz finden, Kombinationen aufzuziehen.

Dass die Austria ausgeruht in das Spiel geht, während die Salzburger eine Europacup-Partie zu bestreiten hatten, sei laut Rose kein Nachteil. „Das ist das, was wir wollen und was den Jungs Spaß macht - viele Spiele und ein bisschen positiven Stress“, sagte Rose. Im Ballbesitz müsse seine Mannschaft noch sauberer und klarer werden und Abspielfehler vermeiden, forderte der Erfolgscoach, der mit den „Bullen“ die jüngsten neun Meisterschafts-Heimpartien allesamt gewonnen hat.

Für Zlatko Junuzovic ist das Spiel gegen die Austria das erste gegen seinen Ex-Klub seit seiner Rückkehr in die Bundesliga. „Natürlich ist das ein spezielles Spiel für mich. Ich habe dort zweieinhalb sehr gute Jahre gehabt und bin froh, dass ich die durchleben durfte. Ich freue mich sehr auf das Spiel“, betonte Junuzovic. Vom aktuellen Austria-Kader spielten nur Florian Klein und Michael Madl gemeinsam mit dem 30-Jährigen für die Austria. „Es hat sich einiges getan, aber vom Rundherum kenne ich auch noch ein paar Leute“, meinte Junuzovic.

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