So, 19. August 2018

Özil-Causa

25.07.2018 10:43

ÖFB-Präsident: „Fußball steht für das Gegenteil“

Die schmutzige Causa um Mesut Özil sorgt auch bei ÖFB-Präsident Leo Windtner für Kopfschütteln. Bei David Alaba, Marko Arnautovic und Co. gibt es dieses Problem nicht: „Weil wir die notwendige Toleranz leben!“ 

Rassismusvorwürfe, Giftpfeile und Anschuldigungen - in der Causa um Mesut Özil („Ich bin ein Deutscher, wenn wir gewinnen. Wenn wir verlieren, bin ich Immigrant“), der aus dem DFB-Team zurückgetreten ist, gibt es nur Verlierer. Aber jeder meldet sich zu Wort. Bayerns Boss Hoeneß, Özils Berater und natürlich die Politiker. Auch in der Türkei.

Und in der „ZiB2“ äußerte der türkisch-stämmige Ex-ÖFB-Teamspieler Ümit Korkmaz, dass er die Aufregung wegen eines Bildes mit dem türkischen Despoten Erdogan nicht verstehe

„Fußball baut Brücken zwischen Nationen“
Das sieht Leo Windtner anders: „Entscheidend ist, dass Erdogan ein Politiker ist, der die Menschenrechte verletzt, daher in der Kritik steht.“ Beim ÖFB-Präsident sorgt die ganze Thematik für Kopfschütteln: „Denn der Fußball steht genau für das Gegenteil dessen, was da passiert. Der Fußball baut Brücken zwischen den Nationen, Religionen und Kulturen.“

Zwei Herzen in der Brust
Was beim rot-weiß-roten Team funktioniert. Wo im letzten Kader von Franco Foda mit Stankovic, Alar, Zulj, Danso, Alaba, Arnautovic, Dragovic und Bauer (in der Schweiz geboren) gleich acht Spieler Migrationshintergrund haben.

Und vor dem Duell gegen Serbien gaben etwa Dragovic und Arnautovic zu, dass zwei Herzen in ihrer Brust schlagen. Auch der Wiener Alaba feierte mit den Bayern schon Titel mit der österreichischen, der philippinischen (Mutter) und der nigerianischen (Vater) Fahne.

Für Windtner kein Problem: „Weil wir die notwendige Toleranz leben. Wir akzeptieren, dass die Eltern dieser Spieler ein anderes Heimatland haben. Diese Verbindung soll man nicht kappen. Aber jeder steht zu Österreich als seiner Heimat. Das sieht man ja bei den Spielen auf dem Rasen. Das spricht für das gute Klima. Dazu braucht es eine beidseitige Sensibilität.“

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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