Do, 24. Jänner 2019

Grillunfälle

25.07.2018 06:00

Vorsicht beim Kochen im Freien!

Der Grillspaß hat auch seine Schattenseiten. Jedes Jahr verletzen sich 700 Menschen so schwer, dass sie ins Spital müssen. Vor allem Finger und Hände werden in Mitleidenschaft gezogen. Zwei von drei Verunglückten sind Männer. Samstags passieren die meisten Unfälle.

„Glücklicherweise gehen die meisten Grillabende unfallfrei über die Bühne. Doch der Umgang mit diesem Gargerät kann schnell brandgefährlich werden. Laut einer Befragung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) stellen nur etwa 23 Prozent der Österreicher Löschdecke oder Feuerlöscher bereit“, erklärt  Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV. „Viele Unfälle könnten leicht verhindert werden, denn die meisten  entstehen durch Unachtsamkeit, Übermut oder Fehleinschätzungen.“  Etwa die Hälfte aller Verletzungen sind Verbrennungen oder Verbrühungen, 32 Prozent Schnittverletzungen. Hier die wichtigsten Sicherheitstipps:

  • Der Griller sollte auf einer ebenen Standfläche stehen. Bewegen Sie ihn nicht mehr, wenn er bereits mit glühender Kohle gefüllt ist.
  • Nicht in der Nähe von leicht brennbaren Materialien wie Schilfmatten, Gartenmöbeln mit Sitzpolster, Zelten, Holzzäunen aufstellen.
  • Wählen Sie einen möglichst windgeschützen Platz, um Funkenflug oder umherfliegende Asche zu vermieden. 
  • Ein Holzkohlengrill darf ausschließlich im Freien betrieben werden
  • Lassen Sie Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe eines Grills
  • Zum Anzünden keine brennbaren Flüssigkeiten wie Spritius oder Benzin verwenden, es besteht die Gefahr von Stichflammen, sowie explosionsartige Rückzündung beim “Nachfeuern“
  • Immer einen Kübel Wasser oder Feuerlöscher bereithalten
  • Flammenbildung durch abtropfendens Fett unterbinden

Karin Rohrer-Schausberger, Kronenzeitung

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