So, 23. September 2018

Fünf Millionen Euro

02.07.2018 17:00

Kulturjahr 2020 in Graz: Konzept liegt jetzt vor

Nach der Rückbesinnung im Jahr 2018 gilt es für 2020 in die Zukunft zu schauen - für VP-Kulturstadtrat Günter Riegler ist das ein wesentlicher Bestandteil des von ihm ausgerufenen Kulturjahres. Am kommenden Donnerstag soll im Gemeinderat der Beschluss für das heute vorgestellte Konzept und das Budget (ein Sonderfonds von fünf Millionen Euro) gefasst werden.

In den Mittelpunkt ihrer Überlegungen zum Kulturjahr 2020 stellten Riegler und Otto Hochreiter, der das Projekt in der Entwicklungsphase geleitet und mit gut 60 Ko-Autoren das Konzept erarbeitet hat, Stadt- und Kulturentwicklung. Mit einem zusätzlichen Budget von fünf Millionen Euro will man kein neues Festival zwischen die bereits vorhandenen schieben, es sollen vielmehr Kunst-Projekte gefördert werden, die niederschwellig zugänglich sind, die vorzugsweise im öffentlichen Raum (an den neu gestalteten Murufern und im Reininghausgelände) stattfinden und die Zukunftsmodelle für ein funktionierendes Miteinander vorstellen.

Vorschläge, die natürlich einen Grazbezug aufweisen müssen, kann jede Kunstinstitution, jeder Künstler einreichen. Die genaueren Kriterien wird aber erst ein noch einzusetzender Beirat erarbeiten müssen. Dieser soll anstelle eines Intendanten dem Kulturjahr eine unverkennbare Identität verleihen. Und natürlich dürfen Mitglieder des Beirats keine eigenen Projekte einreichen.

Auch FPÖ steht hinter dem Kulturjahr
Abgewickelt werden die einzelnen Einreichungen über das von Michael Grossmann geleitete Kulturamt der Stadt, das ein zeitlich befristetes Referat mit zwei bis drei Mitarbeitern unter der Leitung eines erfahrenen Kulturmanagers einrichten wird. Diese Position soll so bald wie möglich ausgeschrieben werden.

Riegler hofft, dass die fünf Millionen Euro Sonderbudget von Land und Bund noch ein bisschen aufgefettet werden, und Koalitionspartner FPÖ, vertreten durch Klubobmann Armin Sippel, sieht 17 Jahre nach Graz 2003 die Zeit reif für neue kulturelle Impulse.

Michaela Reichart
Michaela Reichart

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