Mo, 10. Dezember 2018

krone.at-Test

17.06.2018 09:00

Moto G6: Der ultimative Preis-Leistungs-Deal?

Die Marke Motorola, die heute bei Lenovo daheim ist, hat sich in der Mittelklasse mit der Moto-G-Serie über Jahre einen guten Ruf erarbeitet, gutem Preis-Leistungsverhältnis sei Dank. Jetzt ist die jüngste Inkarnation Moto G6 da - in gleich drei Varianten. Wir haben uns das Volkshandy genauer angeschaut.
Hier geht‘s zum Produkt. 

Lenovos Moto G6 positioniert sich im Preisbereich zwischen knapp unter 200 und 300 Euro. Das günstigste „Play“-Modell bedient den unteren Rand, verlangt Abstriche bei der Kamera und hat einen extradicken Akku. Das mittlere G6 liegt bei etwa 250 Euro, das G6 Plus mit mehr Power und noch einmal etwas besserer Kamera ist am oberen Rand daheim.

Wir haben uns für diesen Test das mittlere G6-Modell angeschaut. Hier die technischen Daten aller drei Geräte:

 

Moto G6

Moto G6 Plus

Moto G6 Play

CPU

Snapdragon 450:
1,8 GHz Achtkerner

Snapdragon 630:
2,2 GHz Achtkerner

Snapdragon 430:
1,4 GHz Achtkerner

RAM

3 GB / 4 GB

4 GB / 6 GB

3 GB

Diagonale

5,7 Zoll

5,9 Zoll

5,7 Zoll

Auflösung

2160 x 1080 Pixel

2160 x 1080 Pixel

1440 x 720 Pixel

Speicher

32 GB / 64 GB

64 GB

32 GB

microSD-Slot

bis 128 GB

bis 128 GB

bis 128 GB

Hauptkamera

Dual: 12 Megapixel (F/1.8) + 5 Megapixel

Dual: 12 Megapixel (F/1.7) + 5 Megapixel

13 Megapixel (F/2.0)

Frontkamera

8 Megapixel

8 Megapixel

8 Megapixel

Funk

LTE, N-WLAN (5 GHz), Bluetooth 4.2, NFC

LTE, N-WLAN (5 GHz), Bluetooth 5.0, NFC

LTE, N-WLAN (5 GHz), Bluetooth 4.2, NFC

Maße

153,8 x 72,3 x 8,3 mm;
167 Gramm

160 x 75,5 x 8 mm;
167 Gramm

154,4 x 73,2 x 9 mm;
175 Gramm

Akku

3000 mAh

3200 mAh

4000 mAh

Extras

Fingerscanner

Fingerscanner

Fingerscanner

Software

Android 8

Android 8

Android 8

Preis

Ca. 250 Euro

Ca. 300 Euro

Ca. 200 Euro

Eines fällt sofort auf: Das 18:9-Format, das Samsung voriges Jahr mit seinem Galaxy S8 angestoßen hat, ist jetzt auch beim Moto G angekommen. Ist auch kein Wunder: Ein schlankeres, längeres Smartphone liegt besser in der Hand und maximiert den Platz am Bildschirm. Die Auflösung stimmt bei den beiden größeren Modellen sowieso, seitliche Ablesbarkeit und Helligkeit erschienen uns im Test völlig adäquat. Neben dem Display selbst hat uns auch das dadurch bedingte Handling gefallen.

Gutes Handling, anfällige Rückseite
Das mittlere Modell liegt trotz 5,7 Zoll Diagonale - auch dank dünner Ränder - schnittig in der Hand, hat im Vergleich zu den Vorgängern einen etwas weiter oben gelegenen Schwerpunkt. Der metallene Rahmen in Kombination mit Glasfront und -rückseite ist sauber verarbeitet und macht einen für die Preisklasse recht wertigen Eindruck. Allerdings ist die Rückseite anfällig für Fingerabdrücke und bei einem Sturz auch recht fragil. Gut, dass direkt ein transparentes Silikoncover beiliegt.

Genug Power für alle außer Gamer
Die Rechenleistung passt für jeden, der kein Gamer ist. Der Snapdragon 450 stellt Android flüssig dar und sorgt für ausreichend zügige App-Starts, RAM - drei Gigabyte - ist für die Alltagsnutzung genug vorhanden. Bei Games - vor allem Hardware-Fressern wie „PUBG Mobile“ - könnte man sich zwar mehr Power wünschen, ansonsten ist die gebotene Leistung für den Preis aber völlig OK. In Zahlen ausgedrückt erreicht der Chip im AnTuTu-Leistungstest ein Rating von rund 58.000. Die aktuell schnellsten Smartphones schaffen das Vierfache, kosten aber auch das Dreifache.

Solide Mittelklassekamera für den Alltag
Bei der Kamera schlägt sich das Moto G6 ebenfalls recht vernünftig. Dass man keine großartige Schlechtlichtleistung erwarten darf, wie sie die Flaggschiffe von Apple, Huawei oder Samsung heute bieten, versteht sich zwar von selbst. Aber gerade bei gutem Licht schießt die Doppelkamera im Moto G6 scharfe und detailreiche Bilder in tadelloser Schnappschussqualität und mit recht natürlicher Farbdarstellung.

Bei schlechterem Licht macht sich zwar mit der Zeit Rauschen breit, mit Blitz oder Kunstlicht sind die Fotos aber immer noch ansehnlich. Der Autofokus arbeitet etwas langsamer als bei der Oberklasse, aber immer noch flott genug.

Übliche Akkuleistung, erfreulich anschlussfreudig
Die Akkuleistung entspricht dem, was heute üblich ist: Ein Tag Betrieb ist recht problemlos drin, wenn man nicht endlos auf dem Gerät spielt. Meist kommt der Akku am Ende des Tages unter 50 Prozent zu liegen, viele werden also täglich laden. Sparsamere Naturen schinden aber durchaus auch zwei Tage heraus. Geladen wird über das moderne USB-C, ein entsprechendes Ladegerät liegt bei. Der frontseitig angeordnete Fingerscanner macht seine Arbeit zuverlässig und ausreichend schnell.

Das Moto G6 ist überaus anschlussfreudig: Nebst USB-C gibt es auch den guten alten 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss, microSD-Speicherkarten werden ebenfalls unterstützt. Und wer mag, kann sogar zwei SIM-Karten einlegen. Manches davon bieten Oberklassegeräte heute leider nicht mehr.

Gelungene Software mit Gestenerkennung
Bei der Software des Moto G6 handelt es sich um ein nur subtil frisiertes Android 8. Oberfläche und die meisten Standard-Apps entsprechen der Google-Welt, die Dreingaben halten sich in Grenzen. Keine aufdringlichen KI-Assistenten, keine stark veränderte Oberfläche, stattdessen nützliche Features wie eine Gestensteuerung. Mit ihrer Hilfe und unter Nutzung der Lage- und Beschleunigungssensorik startet man die Kamera oder schaltet die Taschenlampe ein. Alles in allem ziemlich gut gelungen.

Kleiner Wermutstropfen bei der Software: Die Update-Versorgung dürfte beim Rivalen Nokia etwas schneller erfolgen - dort hat man die Mittelklasse mit Android One ausgestattet, das keine Anpassungen wie die Moto-Gestensteuerung bietet, dafür aber direkt von Google aktualisiert wird. Wie konsequent Updates für das Moto G6 ausgeliefert werden, muss sich also zeigen.

Fazit: Die große Stärke der Moto-G-Familie war immer - schon unter Google, aber auch nach der Übernahme durch Lenovo - das gute Preis-Leistungsverhältnis. Und daran ändert sich auch in der sechsten Generation nichts. Für ein Drittel des Preises der High-End-Klasse kriegt man hier mehr als nur ein Drittel Smartphone. So gut wie alles ist für den Alltag tadellos geeignet, höchstens bei Rechenpower und Kamera könnte sich manch ein User noch mehr wünschen. Die Software hat uns gut gefallen, Android-Puristen werden aber anderswo glücklicher.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Wirbel vor Derby
Madl stinkt‘s gewaltig: „Ich bin brennheiß“
Fußball National
Ganz schön fies!
Ex-Austria-Coach Fink ledert gegen unsere Schiris
Fußball International
102. Geburtstag
So süß gratulierte Zeta-Jones Kirk Douglas
Video Stars & Society
Randale bei Sieg-Party
Nach Copa-Sieg: River-Fans attackieren Polizei
Fußball International
Kritik an US-Präsident
Meryl Streep: „Ich habe Angst vor Trump“
Adabei

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.