Mi, 17. Oktober 2018

Geschmacklose Aktion

05.06.2018 16:52

Empörung über Selfies mit Opfer eines Zugunfalls

Mit einem Selfie vor einem Unfallopfer hat ein Mann in Italien Entrüstung ausgelöst. Auf einem Bild eines Lokaljournalisten ist zu sehen, wie der Mann auf dem Bahnhof im norditalienischen Piacenza posiert und ein Foto von sich schießt - im Hintergrund liegt eine verletzte Frau auf den Gleisen und wird von Sanitätern versorgt.

„Wir haben vollkommen unseren Sinn für Moral verloren“, schrieb der Reporter Giorgio Lambri auf Facebook, nachdem er das Foto Ende Mai geschossen und in der Zeitung „La Liberta“ veröffentlicht hatte.

Ermittlungen gegen Selfie-Knipser
Auf dem Bild steht der Mann in Shorts auf dem Bahnsteig und scheint auch ein „Victory“-Zeichen zu machen. Ein Sprecher der Bahnpolizei in Piacenza sagte am Dienstag, dass gegen den Mann ermittelt werde. Es sei ein „schwerwiegender Vorfall“. Nähere Angaben machte er nicht.

Laut der Lokalzeitung musste der Frau ein Bein amputiert werden. Die Kanadierin - eine ältere Frau - sei auf der falschen Seite aus dem Waggon ausgestiegen, als der Zug gerade abfuhr, und auf das Gleis gefallen. Angeblich war das Kontrollsystem für die Türen in dem Zug defekt, schrieb die Zeitung „La Repubblica“.

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