Sa, 22. September 2018

Malaysier 92 Jahre alt

10.05.2018 11:46

Mahathir Mohamad wird ältester Premier der Welt

Seit mehr als 60 Jahren ist Malaysia unabhängig, regiert hat seither immer die gleiche Partei. Bis zur Nacht auf Donnerstag, als sich der bisherige Regierungschef Najib Razak bei der Parlamentswahl dem Oppositionsführer Mahathir Mohamad geschlagen geben musste. Mahathir war früher bereits Premierminister Malaysias und ist 92 Jahre alt. Damit wird er zum weltweit ältesten Regierungschef.

Der Spitzenkandidat der bisherigen Opposition versprach, sich für eine nationale Aussöhnung einzusetzen. „Wir wollen keine Rache. Wir wollen Recht und Ordnung wiederherstellen“, sagte er. Mahathir war schon einmal für mehr als zwei Jahrzehnte in Malaysia an der Spitze der Regierung gestanden. Er brachte das 31-Millionen-Einwohner-Land in Südostasien wirtschaftlich voran, regierte jedoch mit harter Hand.

„Dr. M“ trat vor 15 Jahren zurück
Vor 15 Jahren trat Mahathir, der auch als „Dr. M“ bekannt ist, als Regierungschef ab. Als sich sein Ex-Zögling Najib immer tiefer in eine Korruptionsaffäre verstrickte, kehrte Mahathir jedoch aus dem Ruhestand zurück - allerdings nicht mehr zur Regierungspartei UNMO, sondern in die Reihen der Opposition.

Auf Kuala Lumpurs Straßen wurde laut gefeiert
Das Oppositionsbündnis Pakatan Harapan kommt nun auf mindestens 115 Sitze und hätte im Parlament eine Mehrheit, da die Regierungsallianz Barisan National nur noch 79 Mandate holte. Auf den Straßen der Hauptstadt Kuala Lumpur wurde der Sieg der Opposition laut gefeiert. Vor allem viele junge Wähler waren noch bis tief in der Nacht unterwegs. Donnerstag und Freitag wurden kurzfristig zu landesweiten Feiertagen erklärt. Das amtliche Endergebnis steht noch aus. Einen offiziellen Termin für die Vereidigung des künftigen Premierministers gab es ebenfalls noch nicht.

Najib ging als klarer Favorit in die Wahl
Trotz eines massiven Korruptionsskandals war der bisherige Premierminister Najib als klarer Favorit in die Wahl gegangen. Dem 64-Jährigen wird vorgeworfen, aus einem Staatsfonds umgerechnet mehr als 3,7 Milliarden Euro zweckentfremdet und teils auf ein eigenes Konto umgeleitet zu haben. Er weist alle Vorwürfe zurück.

 krone.at
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